Mel Gibson: Ich bin suchtfrei. Interview zum Kinostart von Auftrag Rache
Nur noch Kaffee: Mel Gibson hat Alkohol und Zigaretten aufgegeben.
Braveheart. Mad Max. Lethal Weapon. Mel Gibson ist einer der letzten großen Actionstars der 80er und 90er Jahre. Seine Filme prägten eine ganze Generation.
Nach dem Mystery-Drama Signs (2002) zog sich der Hollywood-Haudegen von der Leinwand zurück, nahm keine Rollen mehr an. Stattdessen sorgte er mit seinen Regiearbeiten (Passion Christi, Apokalypto) für Kontroversen und mit öffentlichen Entgleisungen für Schlagzeilen.
Ab 11. März ist Mel Gibson erstmals seit acht Jahren wieder in einer Hauptrolle im Kino zu sehen. In dem Thriller Auftrag Rache von Casino Royale-Regisseur Martin Campbell begibt er sich auf Lynch-Trip, um den Mord an seiner Tochter zu vergelten.
Im Interview mit SFT verriet Gibson, warum er eine Auszeit brauchte und wie ihm sein neues Leben bekommt.
SFT: Mr. Gibson, erstmals seit Signs sind Sie in Auftrag Rache wieder in einer Hauptrolle zu sehen. Warum die lange Pause?
Gibson: Während der Dreharbeiten zu Signs wurde mir schlagartig klar, dass mir entsetzlich öde war. Wer sich selbst langweilt, langweilt auch andere. Also sagte ich mir: "Ich gönne der Welt jetzt mal eine Auszeit von Mel Gibson”. Sie wissen schon: Das ist wie bei einer Party - die Gäste mit dem dicksten Sitzfleisch sind die unerwünschtesten. Man sollte immer wissen, wann man gehen muss.
Erstmals seit 8 Jahren stand der Star wieder von der Kamera.
SFT: Sie haben sich ganz still und leise zurückgezogen.
Gibson: Richtig. Wäre ja albern gewesen, wenn ich eine Pressekonferenz dazu einberufen hätte (lacht). Ich bin nicht Barbra Streisand, die hundertmal ihr letztes Abschiedskonzert gibt. Was mir allerdings schmeichelte: Die Leute haben ziemlich schnell gemerkt, dass ich nicht mehr vor der Kamera mitmische.
SFT: Kam je der Gedanke, gar nicht mehr auf die Leinwand zurück zu kehren?
Gibson: Klar. Aber das Leben verläuft eben immer anders, als man es plant.
SFT: Sie sagten mal in einem Interview, dass Sie selbst erstaunt sind, dass Sie noch leben. Was für wilde Sachen haben Sie denn in Ihrer Vergangenheit getrieben?
Gibson: Auto fahren (lacht schallend). Hey, jeder macht mal Fehler (Anmerkung der Redaktion: Gibson spielt hier auf einen Vorfall im Jahre 2006 an: Der Star wurde betrunken am Steuer erwischt und beschimpfte die Polizisten mit antisemitischen Äußerungen. Er erhielt daraufhin eine Haftstrafe von drei Jahren und musste sich einer Entziehungskur unterziehen).
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