Bonnie "Prince" Billy - Beware
Bonnie "Prince" Billy - Beware
Die Kritik kommt nicht unerwartet. Kaum jemand war in den letzten Jahren so produktiv wie Will Oldham mit all seinen Alter-Egos. Da muss der Ausschuss doch riesig sein, da kann nicht alles Gold sein. Das stimmt und es stimmt nicht – ein einziger Widerspruch, wie auch dieses Album.
Die Texte sind zum Teil absurd, paaren sich allerdings mit dem heiligen Ernst des Country. Und der kommt mal üppig instrumentiert und mal als Alt.country. Ironie in saftigen Melodiebögen verpackt und mit Fiedel, Pedal Steel und Background-Chor? Das verträgt das amerikanische Herz anscheinend schlechter als der europäische Oldham-Liebhaber.
Tatsächlich passen hier verschiedene Dinge nicht ganz zusammen. Das Grundthema Isolation und Trennung und die verspielten Arrangements, das zum Teil abstruse Echo des Chores auf scheinbar tieftraurige Themen – all das kombiniert Düsternis mit einem Lächeln über sich selbst. Kein Grund zur Verdammung eigentlich, denn hat man das erst einmal „verkraftet“, erhält man hier ein weiteres Mal eine Sammlung von Oldhams scheinbar nicht abreißenden kreativen Reichtums. Es mag irritieren, aber es ist definitiv kein Tiefpunkt.
VÖ: 13.03.2009
Label: Domino
Downloadtipps: You Don’t Love Me, I Don’t Belong To Anyone, Beware Your Only Friend
Will Oldham alias Bonnie "Prince" Billy
Für Fans von: Townes Van Zandt, Lambchop, Palace
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(Memet Müsal,13.03.09, 15:30)






