Fanboys: Die Komödie über Star-Wars-Nerds in der Kinokritik
Der Weltraum; unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 1998. Dies sind die Abenteuer vier tapferer Recken, die viele Wochen lang unterwegs sind, um neue Welten zu erforschen...
Oh, Verzeihung, falsche Einleitung. Ausgerechnet Star Trek zitiert. Dabei sind doch gerade diese "Kirk-Loving Spock-Suckers" das ausgemachte Feindbild unserer titelgebenden Fanboys. Denn bei den vier Kumpels Eric, Linus, Hutch und Windows (Windows? Hallo?! Riesen-Gag...) handelt es sich um glühende Star Wars-Verehrer!
Fanboys: Nicht ohne mein Lichtschwert!
Das Sternenkrieger-Quartett harrt ungeduldig der Premiere des vierten, bezieungsweise ersten Teils der Star Wars-Saga (Sie erinnern sich: 1998 setzte George Lucas seine Trilogie aus den 70ern mit der "Episode I" fort). Doch einer der vier Freunde ist unheilbar an Krebs erkrankt und wird den Film wahrscheinlich nicht mehr sehen können.
Um ihm diese vermeintliche Sternstunde dennoch ermöglichen zu können, fassen die Wookie-Wannabes einen kühnen Plan: Im klapprigen VW-Bus (der Independen-Hit Little Miss Sunshine lässt grüßen!) wollen die vier quer durch die USA zur Skywalker-Ranch von George Lucas reisen und dort eine Kopie der Episode I stibitzen. Verrückt!
Luke, ich bin deine Schwester! Leia-Verehrerin Zoe (Kristen Bell).
Die Reise ins gelobte Lucas-Land ist nicht nur mit zahlreichen Eskapaden gepflastert - so müssen die Kumpels etwa Angriffe von Star Trek-Fans und kauzigen Internet-Gurus abwehren - sondern entpuppt sich auch für alle Beteiligten als Selbstfindungstrip. Ihre Erkenntnisse über Liebe, Triebe und Karriereträume werden mal wunderbar skurril, mal hoffnungslos albern im American Pie-Modus dargeboten.
Müsste man Fanboys als reine Coming-of-Age-Geschichte oder als Twen-Roadmovie bewerten, wäre das Ergebnis mittelmäßig. Die Schicksale der vier Freunde sind stereotyp angelegt; die Gags mitunter recht altbacken. Vergleichswerke wie Superbad oder Dazed and Confused bedienten das Genre in Sachen Humor und Zeitgeist um Längen besser.
Dennoch hat Fanboys seinen Reiz - denn der Streifen profitiert enorm vom liebenswert karikierten Nerd-Faktor. Es gibt Star Wars-Zitate am laufenden Band, dazu witzige Querverweise auf andere Popkultur-Phänomene und natürlich auf die Jahrzehnte andauernde Rivalität zwischen Star-Warsianern und Trekkies.
Fanboys: Trekkies vs. Sternenkrieger
Ein weiterer Pluspunkt sind die zahlreichen Gastauftritte von Stars wie William Shatner, Carrie Fisher (Star Trek und Star Wars sind sozusagen in einem Streifen vereint), Seth Rogen oder Danny Trejo. Schade nur: Ober-Skywalker-Indianer George Lucas glänzt mit Abwesenheit. Dafür wird seine Security als Hardcore-Polizei in martialischen Weltraumuniformen veräppelt.
Fazit: Fanboys ist für Fanboys. Wer auf Star Wars und Co. steht, der wird an den Zitaten und Anspielungen einen Heidenspaß haben. Als Roadmovie-Komödie hingegen ist der Streifen recht mau.
Lust auf noch mehr Fanboy-Nerds? SFT hat die witzigsten Verkleidungen von Star Wars-Fans zusammen gestellt. Zur Galerie geht's >>> HIER!
Fanboys: Galerie mit den besten Szenenbildern
Der Trailer zu Fanboys:
[widget]
Ebenfalls interessant:
Bildergalerie: Die nerdigsten Kostüme von Star Wars-Fans
Heilig's Blechle: Die coolsten Roboter der Filmgeschichte
- Schlagwörter:
- , star wars







Die Sicherheitskräfte in der Skywalker Ranch sind die Polizisten aus George Lucas' THX 1138 und nicht irgendwelche Außerirrdischen.