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Illuminati

Kinostart:
13.05.2009
Genre:
Thriller
Vertrieb:
Sony Pictures (DE)

Illuminati: Top oder Flop? Der Sakrileg-Nachfolger in der Filmkritik

14.05.2009 16:44 Uhr
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10°
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Viel Humbug für ein Halleluja: Auch die zweite Verfilmung eines Dan-Brown-Bestsellers wartet mit finsteren Verschwörungen, Geheimgängen und alten Codes auf. [br] [br]Tom Hanks alias Robert Langdon jagt diesmal auf der Suche nach einer Bombe quer durch Rom. Dabei gibt es rasante Action und opulente Bilder zu sehen; inhaltlich aber hängt Mr. Langdon jede Logik lässig ab.

Gruuuuselig, gruselig: Modderige Kirchenkatakomben; Totenschädel-Kryptas; entführte Kardinäle, die mit Brandzeichen gemartert werden. Hosianna, im Vatikan ist die Hölle los! Der Nachfolgefilm von The Da Vinci Code - Sakrileg (2006) fährt in Sachen Schaueffekte und Action alles auf, was aus Dan Browns Romanvorlage herauszusaugen war.

Anders als der erste Film (dessen Buchvorlage Sakrileg übrigens chronologisch NACH Illuminati erschien), hält sich Illuminati nicht mehr allzu lange mit langatmigen Dialogen auf, sondern drückt derart auf die Tube, dass 24-Agent Jack Bauer stolz wäre. Es wird gemeuchelt, gehetzt, gekämpft und gezündelt. Holy Shit: Im Vatikan herrscht Bombenstimmung!

Geocaching in Rom? Nein, Symbolforscher und Weltretter Robert Langdon (Tom Hanks, M.) bei seiner Arbeit. Geocaching in Rom? Nein, Symbolforscher und Weltretter Robert Langdon (Tom Hanks, M.) bei seiner Arbeit. The Da Vinci Code - Sakrileg spielte seinerzeit 750 Millionen Dollar ein - ein Traumergebnis! Kritiker und Fans der Buchvorlage zeigten sich aber weitgehend enttäuscht. Zu fade, zu dialoglastig, zu wirr fand man den Film. Oft belächelt wurde obendrein die Frisur des - gelinde ausgedrückt - suboptimal besetzten Hauptdarstellers Tom Hanks. Dessen seltsame Lord-Helmchen-Haarpracht wurde prompt zum Running Gag der Branche.

Große Erwartungen stellte daher kaum jemand an Illuminati - außer der Hoffnung, dass Regisseur Ron Howard - eigentlich ein Meister seiner Zunft - es beim zweiten Anlauf etwas besser machen möge als beim ersten Film. Siehe da: Illuminati wirkt in der Tat gelungener und runder als die Sakrileg-Verfilmung. Blöd nur: Ein guter Film ist es deshalb trotzdem nicht geworden. Na gut, für einen anspruchslosen Feierabendfilm oder als Notfallprogramm für verregnete Sonntage reicht der Streifen allemal. Mehr aber auch nicht.

Die Kirche braucht Robert Langdons Hilfe. Ironie: In der Realität ist der Vatikan wenig gut auf Dan Browns Romanfigur zu sprechen. Die Kirche braucht Robert Langdons Hilfe. Ironie: In der Realität ist der Vatikan wenig gut auf Dan Browns Romanfigur zu sprechen. Zur Handlung: Eine äonenalte Bruderschaft, die Illuminaten, haben aus dem Schweizer Forschungsinstitut CERN einen Behälter mit hochexplosiver Anti-Materie gestohlen und diesen im Vatikan versteckt. Nun drohen sie, den Kirchenstaat in die Luft zu jagen - als fiese Rache für eine seit Jahrhunderten andauernde Diskriminierung durch die Kirche. Denn die Illuminaten haben sich der Wissenschaft verschrieben, wurden entsprechend vom Klerus gedisst. Lehre gegen Glaube; Ratio versus Religiösität - es ist der theologische Ur-Streit schlechthin.

Potztausend, damit nicht genug: Die Illuminaten haben obendrein einen Killer eingagiert, der vier Anwärter auf das just frei gewordene Papstamt gekidnappt hat. Zwischen 20.00 Uhr und Mitternacht will er stündlich je einen der Kirchenmänner töten, und das an geheimen römischen Stätten, die für die Illuminaten eine besondere Bedeutung haben. Auftritt Robert Langdon (Tom Hanks) - nur er, der Superman der geisteswissenschaftlichen Welt, kann mit der Kraft seines klugen Köpfchens ausknobeln, wo sich die ominösen Tatorte befinden.

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14.05.2009 16:44 Uhr
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