Interview: John Malkovich
"Wer kochen kann, kann auch Filme drehen"
Er spielte sich selbst in der legendären Komödie "Being John Malkovich". Er gilt als einer der ganz großen Shakespeare-Darsteller. Er entwarf seine eigene Modelinie Mrs. Mudd. Nun kommt er zurück: Im Internet lädt er Fans ein, mit ihm zusammen einen Kurzfilm zu drehen. Malkovich liefert die Vorlage, SFT fragte beim Schauspieler nach.
John Malkovich
SFT: Zusammen mit Sony rufen Sie in der neuen Vaio-Kampagne dazu auf, den Beginn Ihres Drehbuchs für einen Kurzfilm fortzuschreiben. Das ist spannend - doch das Drehbuch haben Sie per Hand geschrieben. Wozu brauchen Sie eigentlich einen Computer?
John Malkovich: Nun ja, Freunde haben mir so lange gezeigt, was man damit machen kann, dass ich mir schließlich vor fünf Jahren einen zugelegt habe. Vor allem mein Partner, mit dem ich meine Modekollektion gemacht habe, hat mich immer wieder darauf angesprochen, einfach, weil er mir emails schreiben wollte. Aber ich habe den PC nicht wirklich für Mode verwendet, weil ich es bevorzuge, mit der Hand zu zeichnen und dann die echte Zeichnung zu schicken. Aber ich habe den PC natürlich für eine ganze Menge anderer Dinge verwendet, wie etwa Vorgänge nach zu verfolgen und zu speichern.
SFT: Also ist ein PC für Sie kein Mittel der Kreativität, sondern eher ein Kommunikations-Werkzeug?
John Malkovich
John Malkovich: Emails gehören zu den wichtigen Dingen, aber ich nutze den PC nicht wirklich als Kommunikationsmittel. Ich war zum Beispiel niemals in Online-Chats. Ich nutze das Internet als Inhalt und schlage Dinge nach, die mich interessieren. Dann nutze ich den PC auch, um Musik zu hören. Ich habe hier ein Theaterstück geleitet und konnte so die Reihenfolge der einzelnen Musik-Versatzstücke relativ leicht verändern. Das wäre ohne PC relativ schwierig geworden.
SFT: Nun sind Sie ja bisher in zahlreichen Rollen aktiv gewesen; jedoch bisher noch nicht als Werbe-Ikone. Sehen Sie Ihre Zusammenarbeit mit Sony Vaio als klassische Werbung, oder eher als Kommunikationsangebot mit Film-Fans?
John Malkovich: Nun, wir haben verschiedene Ideen diskutiert. Einige waren aus reinen Zeitgründen nicht durchführbar, weil alles ziemlich schnell passieren sollte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich ziemlich viele Überstunden wegen eines Theaterstücks, das ich hier geleitet habe. Aber mir es gefallen, was sie vorhatten. Diese Idee hinter dem Drehbuch ist letztlich mich zu bitten, den Beginn eines Kurzfilms zu schreiben, so dass die Leute dann das Ende schreiben können. Ich halte das für eine sehr gute Sache. Wir haben jetzt schon ein paar Einsendungen, und ich bin sicher, da kommen noch mehr.






