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Kino-Review

9to5 - Days in Porn: Review zum DVD-Release

27.11.2009 15:33 Uhr
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Festival-Hit. Filmpreis nominiert. Kritiker-Erfolg. Jens Hoffmans eindringliches Porträt über die Pornoindustrie ist alles andere als ein Schmuddelstreifen. Die Doku 9to5 - Days in Porn vermittelt einen ernsthaften, aber auch schonungslosen Einblick in das Geschäft mit der Erotik.

9to5 - Days in Porn 9to5 - Days in Porn [Quelle: Jens Hoffmann / F24 Film] Arthouse-Kino und Sozialdramen - das sind normalerweise die Filmgattungen, die auf Festivals die Kritiker begeistern. Seit einigen Monaten aber macht ein Film die internationale Festspielrunde, der so gar nicht ins Klischee des Cineasten-Lieblings passt: 9to5 ist eine Dokumentation mit anrüchigem Sujet. Im Guerilla-Stil gefilmt, von einem Regie-Nobody. Ohne finanzielle Unterstützung oder nationale Filmförderung.

Der Streifen beschäftigt sich mit der Erotik-Branche. Genauer gesagt: Er porträtiert schonungslos, aber fern von jeglicher Schlüpfrigkeit, Menschen aus der Porno-Industrie. Das zwielichtige Gewerbe ist immer wieder Thema reißerischer Reportagen diverser Privatfernsehsender. Doch Jens Hoffmann, der Regisseur von 9to5, widmet sich der Thematik ausgewogen, anspruchsvoll und niemals ausbeuterisch.

Mia Rose: Das Porno-Küken erzählt in 9to5, warum sie ihren Job liebt. Mia Rose: Das Porno-Küken erzählt in 9to5, warum sie ihren Job liebt. [Quelle: Jens Hoffmann / F24 Film] Fünf Jahre lang arbeitete er an dem Opus; jetzt kann er den Erfolg genießen: 9to5 wurde von Montreal bis Miami auf Filmfestivals gefeiert. Zudem erhielt Hoffmann eine Nominierung für den diesjährigen Deutschen Kamerapreis. Auf die Idee, eine Doku über die Pornoindustrie zu drehen, kam Hoffmann rein zufällig. Er lernte einen Pornoproduzenten kennen und stellte erstaunt fest, dass dieser gar nicht den Klischees eines Erotikfilmemachers entsprach.

Hoffmann wurde neugierig, begann zu recherchieren. "Mir wurde klar, dass noch nie ein Film gemacht wurde, der über den Tellerrand der gängigen Stereotypen hinausschaut", sagt Hoffmann. "So reifte das Konzept zu 9to5". In Las Vegas traf er Mark Spiegler, den Porno-Patronen von Amerika. Dem gefiel, dass Hoffmann sich ernsthaft mit der Szene auseinander setzen wollte. Er vermittelte dem deutschen Regisseur Kontakte zu namhaften Erotik-Stars wie Belladonna oder Otto Bauer.

9to5 - Days in Porn: Mia Rose 9to5 - Days in Porn: Mia Rose [Quelle: Jens Hoffmann / F24 Film] "Zuerst waren die Darsteller sehr misstrauisch", erzählt Hoffmann. "Sie alle hatten schlechte Erfahrungen mit Fernsehsendern gemacht, waren in Beiträgen unaufrichtig porträtiert worden". Um das Vertrauen der Porno-Protagonisten zu gewinnen, reiste Hoffmann gemeinsam mit seiner Frau, der Film-Producerin Cleonice Comino, über Monate hinweg immer wieder in die USA und wohnte bei den diversen Erotik-Darstellern.

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27.11.2009 15:33 Uhr
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