Die Songs der Woche: Unsere Hör-Geräte vom 06. März!
Was hab ich mich gefreut wie ein Schnitzel, als ich diese Woche las, dass Faith No More elf Jahre nach ihrer Trennung wieder zusammen Musik machen werden. Sie stehen sogar bereits wieder zusammen im Proberaum und Festival-Shows in Deutschland sind auch schon bestätigt. Lang lebe der gute alte Crossover!
Was hab ich mich gewundert, dass Michael Jackson tatsächlich seine zehn letzten Konzerte ever ankündigte. Bei seinem bizarren 180-sekündigem Auftritt hielt seine falsche Nase zwar noch, aber ob die auch 90 Minuten durchsteht? Angeblich hat er vorher einen 50-teiligen Gesundheitscheck absolviert, um sicher zu gehen, dass er die Shows übersteht!
Und was war ich erleichtert als His Hiphopness Himself alias Slim Shady aka Eminem endlich offiziell verkündet hat, dass sein neues Album fertig ist und tatsächlich Mitte Mai erscheint. Doch damit nicht genug, Marshall Mathers legt sogar noch eine zweite Scheibe dieses Jahr oben drauf. Na dafür bekommt er mal phaten (sprich: fetten) Respekt von mir!
Freude, Verwunderung und Erleichterung lösen auch unsere Songs der Woche aus, die diesmal von Kelly Clarkson, The Black Box Revelation, Birdpen, Nat King Cole und Chris Cornell. (me)
Mit unseren Hör-Geräten halten wir Sie jede Woche über die neuesten Hits auf dem Laufenden. Lahme Sounds haben natürlich keine Chance, wir picken nur die Pop-Perlen für Sie heraus. Diese lassen sich mit wenigen Klicks ganz bequem als DRM-freie MP3s von Nowdio downloaden.
So süß können ehemalige Castingshow-Kandidatinnen sein: Kelly Clarkson.
Kelly Clarkson - My Life Would Suck Without You
aus dem Album All I Ever Wanted (RCA / Sony)
Kelly Clarkson hat es mal wieder geschafft und erobert alle Herzen dieser Popwelt. My Life Would Suck Without You schoss in den US-Charts sofort an die Spitze und brach damit Britneys Verkaufsrekord. Ein wenig hat sich Kelly damit auch neu erfunden: Ungewöhnlich forsch wirkt der Song, Katy Pery lässt grüßen. Dabei stammt doch erst der darauffolgende Song I Do Not Hook Up von Katy. (st)
The Black Box Revelation - I Think I Like You
aus dem Album Set Your Head On Fire (Pias/T For Tunes/Rough Trade)
Muss es denn immer so pathetisch sein! "Sag, dass du mich liebst", schallt's im Ohr, als würden gemeinsame Wohnung und Freizeitgestaltung, geteiltes Leid und Bett seit Jahren etwas anderes vermuten lassen. Doch in der Liebe gelten die gleichen Regeln wie im Gerichtssaal: Indizien genügen nicht. The Black Box Revelation ist derlei bürgerliches Gehabe reichlich Wurst. Die Belgier üben sich in Understatements und rumpeln ein diffuses I Think I Like You durch die Garage. Das muss reichen - fürs Erste. (ar)
Birdpen - Machines Live Like Ordinary People
aus dem Album On/Off/Safety/Danger (Les Oreilles Bleues Records/Alive)
Birdpen führen Kraftwerk ad absurdum. Während die deutschen Elektro-Pioniere ihre menschliche Identität in ein kaltes Roboter-Dasein transformierten, behaupten die britischen Düsterrocker: Machines Live Like Ordinary People. Ist unsere Existenz 30 Jahre nach Die Roboter dermaßen sinnentleert und automatisiert, dass kalte Gerätschaften aus Stahl und Strom ihre Arbeit perfektionieren, indem sie uns nachahmen? Birdpen formulieren ihren Denkanstoß in Form eines beunruhigenden Stücks Indie-Rock auf der Basis von Stanzbeat, Sirenengesang und schleppenden Post-Punk-Gitarren. (ar)
Fatale Verbindung: Timbaland und Chris Cornell
Nat King Cole / TV On The Radio - Nature Boy
aus dem Album Re: Generations (Capitol / EMI)
Es war wohl das starke Rauchen, das Nat King Cole mit gerade einmal 45 Jahren das Leben kostete: Am 15. Februar 1965 erlag der Crooner mit der Wohlfühlstimme seinem Lungenkrebs. Fast fünf Dekaden später erwecken namhafte DJs und Musiker unter Federführung der Cole-Tochter Natalie die jazzigen Rhythmen des Ausnahmekünstlers zu neuem Leben. Besonders mutig nehmen sich dabei TV On The Radio des Jazzers an und entstellen dessen Nature Boy mit beunruhigend schrägem Gitarrendröhnen beinahe bis zur Unkenntlichkeit - spannend. (ar)
Chris Cornell - Part Of Me
aus dem Album Scream (Interscope / Universal)
Soundgarden, Audioslave, Timbaland: Such den Fehler! Was selbst schwarz auf weiß so offensichtlich ist, scheint dem ehemaligen Grunge-Helden Chris Cornell nicht klar gewesen zu sein: Er taugt nicht als Pop-Star. Dementsprechend schmerzhaft ist sein missglückter Ausflug ins Justin-Timberlake-Revier. Part Of Me ist wie auch die anderen Songs nichtssagend, seine Stimme wirkt deplatziert. Peinlich, unnötig - und traurig für alle Soundgarden- und Audioslave-Fans. (mz)
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