Die Songs der Woche: Unsere Hör-Geräte vom 27. März!
Den Headliner-Slot übernehmen 2009 entweder alte Bekannte wie die Ärzte/Farin Urlaub Racing Team und die Toten Hosen, für die allesamt gilt, dass sie bereits ausgiebigst getourt sind und ihre aktuellen Alben schon viele Monate auf dem Buckel haben. Oder es stehen Bands an der Spitze des Line-Ups, die einfach noch nicht ganz auf dem Rock-Olymp angekommen sind wie die Killers, Placebo oder Maximo Park.
Natürlich ziehen diese zusammen mit Leckerbissen wie wiedervereinigten Faith No More oder Limp Bizkit und Exklusiv-Auftritte von Kraftwerk oder Massive Attack und Senkrechtstarter wie Mando Diao oder die Kings Of Leon die Leute an, aber es ist eben nicht das gleiche wie die letzten Jahre.
Die Abwesenheit der Mega-Acts heißt jedoch nicht, dass diese keine neuen Scheiben am Start hätten oder nicht auf Tour kommen würden. Allerdings ziehen es AC/CD, U2, Depeche Mode und Co. vor, die Stadien lieber mit ihren eigenen Konzerten zu füllen und kehren den Festivals den Rücken. Für viele Fans heißt die letzte Hoffnung Green Day, aber das US-Punk-Trio (neues Album kommt am 15.Mai) hält sich mit Tourdaten noch völlig bedeckt.
Noch mehr Frust kommt beim deutschen Festival-Gänger beim Blick ins Ausland auf. Im englischen Glastonbury heißen die Headliner Bruce Springsteen, Neil Young und Blur, der Boss ist neben den Beastie Boys auch auf dem Bonnaroo in Tennessee vertreten und Sir Paul McCartney gibt sich genauso wie The Cure auf dem Coachella in Kalifornien die Ehre. Das dänische Roskilde hat immerhin Coldplay und den österreichischen Geheimtipp Novarock beehren Metallica.
Bleiben uns zum Trost nur die Songs der Woche diesmal mit Neil Young, Subway To Sally, Mastodon, The Fray und The Decemberists. (me)
Mit unseren Hör-Geräten halten wir Sie jede Woche über die neuesten Hits auf dem Laufenden. Lahme Sounds haben natürlich keine Chance, wir picken nur die Pop-Perlen für Sie heraus. Diese lassen sich mit wenigen Klicks ganz bequem als DRM-freie MP3s von Nowdio downloaden.
Denkt garde viel über sein Auto nach: Neil Young.
Neil Young - Johnny Magic
aus dem Album Fork In The Road (Warner)
Nicht nur ein Song auf dem neuen Werk von Neil Young handelt von seinem Auto und dem Umweltschutz. Der unermüdliche Songwriter hat eine ganze Platte zu seinem Linvolt-Projekt geschrieben. Mit dem umgebauten alten Lincoln Continental (Baujahr 1959), den er vom Spritschlucker zur 100 Prozent emissionsfreien Umweltlimousine umbauen ließ, fährt der Altmeister nun durch die USA. Und genau das besingt er in seiner typischen Lo-Fi Blues-and-Roll-Manier. (me)
Subway To Sally - Besser Du Rennst
Aus dem Album Kreuzfeuer (Nuclear Blast / Warner)
Die mittelalterlichen und folkigen Einflüsse verschwinden diesmal hinter den geradlinigen Metal-Parts und so wird der Sound massenkompatibler. Die sehr gute Single Besser Du Rennst Gleich ballert druckvoll los, ebenso wie der Opener Aufstieg und Judaskuss. Später ist auch noch mehr Raum für Geige und Flöten, was Fans der ersten Platten schätzen werden. (st)
Mastodon lassen ihre Metal-Muskeln spielen.
Mastodon - Oblivion
aus dem Album Crack The Skye (Warner)
Mastodon aus Atlanta sind bereit für den Sprung in den Metal-Olymp. Ihr Mix aus Sludge, Doom und Prog ist reif für die höheren Weihen. Thematisch widmen sie sich Interstellar-Reisen, Wurmlöchern, dem zaristischen Russland und außerkörperlichen Erfahrungen - einfach alles, was ein Progmetal-Epos braucht. Dazu kommen ausufernde Songstrukturen. Schmissige Refrains stehen hinter den überbordenden Songstrukturen allerdings zurück. Dieses Album lädt eher zur Achterbahnfahrt als zum Synchronbangen. (mm)
The Fray - You Found Me
aus dem Album The Fray (Epic / Sony Music)
Sie klingen wie die zahme Version von Travis kommen aber aus den USA. Dort sind The Fray aufgrund ihrer Songs bei Grey's Anatomy und Lost schon extrem erfolgreich und nun wollen sie mit ihrem Poprock auch Deutschland erobern. Die Musik klingt ganz nett aber auf Dauer etwas belanglos. Aber genau deswegen werden die deutschen Radiosender ihre Songs lieben. (me)
The Decemberists - Hazards Of Love
aus dem Album The Hazards Of Love
Die Decemberists versuchen hier den Brückenschlag zwischen Folk und klassisch britischem Hardrock/Metal. Eine episch ineinander verwobene Geschichte, die tatsächlich funktioniert. Hazards Of Love ist operntauglicher Stoff. Entsprechend verbindet die Band nun dem ihm nahe liegenden opulenten Indie-Folk mit der musikalischen Königsdisziplin in Sachen Epos: Hardrock. Ergebnis ist ein Brummer von Album mit einer Mischung aus fein ausgearbeitetem Arrangements, Teufelsintervallen, verteilten Gesangsparts und wiederkehrenden Motiven. (mm)
Ebenfalls interessant:
Die Songs der Woche vom 20. März
Die Songs der Woche vom 13. März
Die Songs der Woche vom 6. März
- Schlagwörter:
- , songs der woche








