The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena im Test
Tief in den Schatten regt sich ein gefährliches Raubtier in Menschengestalt und huscht lautlos von einer dunklen Nische in die nächste - immer näher zur ahnungslosen Wache, deren letzte Lebenssekunden schlagen. Trotz der spärlichen Beleuchtung ist die Sicht des Killers dank seiner besonderen Fähigkeiten klar und so greift er sein Opfer schon im nächsten Moment zielgenau an. Eine geschmeidige Bewegung wirbelt den Wachtposten herum, während ihm zeitgleich die Kehle durchschnitten wird. Kein Alarm ertönt, als der Sterbende in einem finsteren Winkel verschwindet - verschleppt von Riddick, dem gefährlichsten Killer des Universums.
Derart spannungsgeladene Szenen erleben Sie in The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena nahezu ständig. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle des äußerst tödlichen Kriegers Richard B. Riddick und kämpft sich zunächst durch Butcher Bay - einem Gefängnis für Schwerstverbrecher, das angeblich aussbruchssicher ist. Sie beweisen in dieser ersten Spielhälfte selbstverständlich das Gegenteil und entkommen den zahlreichen Sicherheitsmechanismen, aggressiven Mitgefangenen, abscheulichen Gestalten und sadistischen Wärtern, bis Riddick der verlockenden Freiheit entgegen fliegt. Wenn Sie diesen Teil bereits aus dem Vorgänger kennen, steigen Sie einfach in der komplett neuen zweiten Spielhälfte ein und erleben, wie Riddicks Fluchtvehikel vom riesigen Kreuzer Dark Athena gekapert wird. Wie es der Zufall will, ist dieser vollgestopft mit Soldaten, die auf Riddicks Freiheitsliebe mit brutaler Waffengewalt antworten. Doch davon lässt sich unsere glatzköpfige Kampfmaschine noch lange nicht verunsichern.
Strapazierte Spielergeduld und schleichende Eintönigkeit
The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena - Bild (3)
Begleitet von Vin Diesels tiefstimmigen Kommentaren beseitigen Sie einen Widersacher nach dem anderen. Ob Sie dabei besser vorsichtig schleichend vorgehen oder frontal ballernd durch die Korridore flitzen, entscheidet die jeweilige Spielsituation. Dennoch wird das Spielgeschehen schnell eintönig. Das Leveldesign auf der Dark Athena lässt im Gegensatz zu Butcher Bay spielerische Abwechslung vermissen und auch optisch ähneln sich die Bereiche allzu sehr. Hinzu kommt, dass Sie es, bis auf wenige Ausnahmen, mit immer den gleichen Gegnertypen zu tun bekommen.
Die Spielergeduld wird zudem von einem stark schwankenden Schwierigkeitsgrad und nicht durchgehend fair gesetzten Speicherpunkten strapaziert. Zwar präsentiert sich The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena technisch solide und atmosphärisch schön finster, doch kann die vorherrschende Dunkelheit dennoch nicht die detailarmen Texturen verbergen. So bleibt Riddicks zweiter Zockerausflug insgesamt deutlich hinter den hohen Erwartungen aufgrund des genialen Vorgängers zurück. Wer diesen jedoch noch nicht kennt, kann dennoch bedenkenlos zugreifen und zumindest das von den Starbreeze Studios grafisch aufpolierte Butcher Bay genießen.
Pro:
+ Sehr gut gemachte Nahkämpfe
+ Finstere Atmosphäre
+ Cooler Protagonist
+ Enthält aufpolierten Vorgänger
Contra:
- Abwechslungsarmes Leveldesign
- Immer gleiche Gegner
- Teils unfair gesetzte Speicherpunkte
- Schwammige Texturen
Wertung: (siehe Sternchenwertung oben rechts)
- Schlagwörter:
- , riddick






