Venetica: Große Vorschau zum Fantasy-Rollenspiel
Venetica: Die Gondeln dienen im Spiel als Schnellreisesystem.
Ihr erster Weg führt Sie ins mittelalterliche Venedig: Malerische Gebäude, romantische Kanäle mitsamt der obligatorischen Gondoliere, aber auch ärmliche Dörfer und urwüchsige Wälder in der Umgebung sowie finstere Katakomben unter der Stadt warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden. Sämtliche Gegenden werden von normalen Leuten bewohnt, die ihrem üblichen Tagesrhythmus nachgehen, arbeiten, Gegenstände zum Verkauf anbieten und Ihnen auch Aufträge erteilen. Nach Sonnenuntergang treibt sich hingegen lichtscheues Gesindel wie Diebe und Räuber auf den Straßen herum. Wie gut oder schlecht Sie mit der Bevölkerung auskommen, hängt in erster Linie von Ihrem Benehmen ab: Wer in Häuser einbricht, die Leute beklaut oder sogar bekämpft, wird von allen gemieden. Stellen Sie sich aber als sympathischer und hilfreicher Abenteurer vor, dann sind Sie allseits beliebt und erhalten viel mehr Aufträge.
Venetica: Mit einem Speer hat man eindeutig den Reichweitenvorteil.
Kommt es zum Kampf, das passiert in Venetica relativ häufig, schwingen Sie Scarletts Schwert, blocken Angriffe mit einem Schild oder hoffen, dass die Rüstung etwaige Gegenschläge abfängt. Die durchschnittlichen Feinde besiegen Sie mühelos und ohne große Taktik. Für die Bossgegner müssen Sie sich aber eine gute Strategie zurechtlegen und Angriffskombinationen ausführen. Ähnlich wie in Gothic 2 ist das Angebot an Waffen und Rüstungen ziemlich überschaubar. Zu den Schlaginstrumenten zählen gut 50 Schwerter, Speere, Hiebwaffen und Sensen! Offenbar hat das Töchterchen vom Vater die Vorliebe für zweihändige Erntewerkzeuge geerbt. Die Auswahl an Rüstungen ist deutlich kleiner. Im Verlauf des Spiels können Sie sich nur in rund 10 verschiedene Panzer hüllen. Hoffentlich bedecken die nicht zu viel von Scarletts hübschem Körper. Dafür sollen alle Rüstungen eine eigene, ganz individuelle Optik erhalten.
Venetica: Szenen wie diese treiben die Handlung voran und geben Ihnen Entscheidungsmöglichkeiten an die Hand.
Eine Charaktererstellung wie in manchen anderen Rollenspielen gibt es in Venetica nicht. Das ist auch nicht nötig, schließlich reicht es völlig, wenn man die Spielfigur im Verlauf des Abenteuers nach den eigenen Wünschen formen kann. Das geschieht in Venetica auf zwei Arten: Zum einen erhöhen Sie mit den vier Haupteigenschaften die Lebens- und Zauberkraft Scarletts sowie den Nahkampf- und Zauberschaden. Zum anderen dürfen Sie verschiedene Kampf- und Zaubertalente erlernen und in Stufen steigern. So bietet sich Ihnen auf alle Fälle die Möglichkeit, Scarlett so zu formen, wie es Ihrem Spielstil entspricht. Das System bleibt aber vergleichsweise einfach. So werden weder die Fans von Action-Abenteuern verschreckt, noch die von Rollenspielen. Gut so!
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