SPIELE | FILME | TECHNIK

Tortuga: Two Treasures (PC)

Release:
01.2007
Genre:
Action
Publisher:
Ascaron Entertainment GmbH (DE)

Tortuga: Two Treasures

23.03.2007 16:04 Uhr
|
Neu
|

Piraten: In ihrer Blütezeit (etwa 1680 bis 1720) waren sie auf den Weltmeeren gefürchtet, heute bilden sie nur noch die Vorlage für Filme oder Spiele.

Auf See besticht die Grafik mit gelungenen Wassereffekten, detailreichen Schiffen und idyllischen Sonnenuntergängen. Manches Motiv eignet sich geradezu für eine Postkarte. Diese hohe Qualität weist das Spiel aber nicht durchgehend auf und zeigt vor allem an Land optische Schwächen wie detailarme Charaktere. Auf See besticht die Grafik mit gelungenen Wassereffekten, detailreichen Schiffen und idyllischen Sonnenuntergängen. Manches Motiv eignet sich geradezu für eine Postkarte. Diese hohe Qualität weist das Spiel aber nicht durchgehend auf und zeigt vor allem an Land optische Schwächen wie detailarme Charaktere. Das Action-Adventure Tortuga: Two Treasures versetzt Sie in die goldene Ära der Piraterie und lässt Sie in der Rolle von Thomas "Hawk" Blythe gegen historische Seeräuber wie Henry Morgan (siehe Kasten) antreten.
Hawk segelt unter der Flagge Blackbeards, mit dem er nach dem legendären Schatz des Henry Morgan sucht. In einer Spezialmission verrät Blackbeard seinen Kumpel Hawk. Dieser landet im Kerker und seine Freundin Sangua stirbt während des Einsatzes.

Wieder auf freiem Fuß, schwört Hawk Rache für den Verrat und seine Geliebte. Zudem bekommt er es mit Zombiepiraten zu tun, deren Fluch er brechen muss, um die Welt zu retten. Die Story kommt Ihnen sicherlich teilweise, etwa bei den Zombiepiraten, bekannt vor. Dennoch motiviert sie mit überraschenden Wendungen, dass man weiterspielt.


Schiffe versenken
Drücken Sie im richtigen Moment eine bestimmte Tastenkombination, führt Hawk eine Spezialattacke aus. Für Standardgegner benötigen Sie dies aber nicht. Drücken Sie im richtigen Moment eine bestimmte Tastenkombination, führt Hawk eine Spezialattacke aus. Für Standardgegner benötigen Sie dies aber nicht. Das Piratenabenteuer besteht aus zwei Teilen. Sind Sie auf See unterwegs, erinnert das Spiel stark an Sid Meiers Pirates. Sie steuern Ihr Schiff von Insel zu Insel und sind meist damit beschäftigt, feindliche Kutter, aber auch Kanonentürme auszuschalten. Dafür haben Sie -unterschiedliche Munitionsarten für Ihre Kanonen an Bord. Neben den Massivkugeln, die von Haus aus in Ihrem Laderaum warten, stehen auch Kettenkugeln bereit, um feindliche Segel zu zerstören. Kartätschen dezimieren die die Besatzung Ihres Gegners. Panzerbrecher brauchen länger zu laden, richten jedoch mehr Schaden an als alle anderen Geschossarten.

Aber nicht nur die Kanonen stehen Ihnen zur Verfügung, um andere Schiffe auf den Meeresgrund zu befördern, es gibt auch einige spezielle Gegenstände. So haben Sie zum Beispiel einen Köder in petto, der einen riesigen Kraken anlockt. Dieser attackiert das nächste feindliche Schiff. Zudem richten Sie mit Sprengfässern oder einem Trommelfeuer, das drei Breitseiten hintereinander abfeuert, großen Schaden an. Diese Gegenstände sowie Reparatur-Kits finden Sie bei versenkten Schiffen oder kaufen Sie am Ende einer Mission.

Vor allem bei großen Flotten müssen Sie darauf achten, die richtigen Gegenstände zur passenden Zeit zu kombinieren, um möglichst viel Schaden anzurichten. Sie locken zum Beispiel einen Kraken an, um das blockierte Schiff mit einer Vielzahl an Sprengfässern zu versenken. Geht der feindliche Kahn unter, sammeln Sie die Überlebenden ein und stocken so Ihre Besatzung wieder auf.
Die effektivste Taktik finden Sie schnell heraus. Die feindlichen Schiffe gehen immer gleich vor und folgen Ihnen stupide, bis sie ihre Breitseite abfeuern können. Grafisch besticht das Spiel auf See mit detaillierten Schiffen und passablen, wenngleich übertriebenen Wasser-effekten.


Landratte
 Um ein Schiff zu entern, müssen Sie nur den Kapitän besiegen. Jedoch warten einige Matrosen auf dem Weg dorthin. Um ein Schiff zu entern, müssen Sie nur den Kapitän besiegen. Jedoch warten einige Matrosen auf dem Weg dorthin. Der zweite Teil von Tortuga verschlägt Sie an Land. Dort steuern Sie den Helden aus der Third-Person-Sicht und metzeln sich mit dem Säbel durch Gegnerhorden. Die Grafik bietet dabei nur triste Inselumgebung, die sich nicht mit der malerischen Südsee-Idylle der Meermissionen messen kann. Die Charaktermodelle, vor allem die Zombies, sind nicht sehr detailliert und wirken hölzern. Auch spielerisch erwartet Sie ein wenig innovativer Action-Part. Die gesamte Zeit sind Sie damit beschäftigt, die linke Maustaste zu klicken, um Ihr Entermesser zu schwingen.

Zwar gibt es ein paar Kombos, aber da der Held nur zwei solcher Spezialattacken hintereinander ausführen kann und sich dann ausruhen muss, sind diese schwer einzusetzen. Zudem sind sie - außer bei den Bossgegnern, auf die Sie hin und wieder stoßen - nicht nötig, weil die Schurken keine Herausforderung darstellen. Die künstliche Intelligenz der Gegner lässt zu wünschen übrig. Die Piraten stehen meist in Gruppen zusammen. Nähern Sie sich ihnen, greifen sie an. Jedoch kann es durchaus sein, dass die Augenklappenträger lautstark nach Ihnen suchen, obwohl kein Feind zu sehen ist. Auch das andere Extrem ist möglich: Feinde ignorieren Sie gekonnt, obwohl Sie bereits neben ihnen stehen. Das macht die Landmissionen eintönig.

Spezielle Gegenstände wie eine Pistole, Molotowcocktails, Heiltränke oder Voodoo-Pulver, das Gegner in einen kurzen Schlaf fallen lässt, gibt es auch an Land. All diese Hilfsmittel - auf See und an Land - kaufen Sie am Ende jeder Mission. Denn versenkte Schiffe, zerstörte Ruder oder gelungene Säbel-Kombos lassen es in Ihrer Kasse klingeln. Schade: Vergessen Sie etwa, sich Heiltränke zu kaufen, haben Sie keine Chance, diesen Fehler zu korrigieren. Die Auto-speicherung setzt Sie immer an den Beginn der Folgemission. So müssen Sie sich mehrmals durch den Level kämpfen oder einen früheren Spielstand laden und bekannte Stellen neu spielen.

   
Bildergalerie: Tortuga: Two Treasures
Bild 1-3
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SpieleFilmeTechnik-
Spielspaß-Wertung:
68 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Gelungene Seekämpfe
Teilweise ödes Missionsdesign
Motivierende Story
Langweilige Landpassagen
Künstliche Intelligenz sehr mau
   
Sebastian Weber
Hobby-Piraten kramen Augenklappe und Säbel aus, alle anderen werden wohl seekrank.
Tortuga: Two Treasures bietet durch die Story und die Mischung aus Schiffs- und Landmissionen eine Menge Potenzial, schöpft es aber nicht aus. Auf See macht das Spiel zu Beginn wirklich eine Menge Spaß. Bald erkennt man jedoch, dass die Gegner immer stumpfsinnig Hawks Schiff hinterherfahren. So sind die Schlachten eintönig und teilweise zu lang, aber immerhin gut in Szene gesetzt. An Land sieht es ganz anders aus. Diese Passagen langweilen von Anfang an und werden auch im Laufe des Spiels nicht besser. Bei den Kontrahenten gilt Masse statt Klasse, das Spieldesign ist zu simpel, da es sich nur auf Besiege alle Feinde beschränkt. Rätsel oder Ähnliches sucht man vergebens. So bleibt ein Action-Adventure, das Piratenfans zumindest mit einer gut zusammengeklauten Story unterhält, aber nicht aus der Masse hervorsticht.
   
Redakteur
Moderation
23.03.2007 16:04 Uhr
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