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Rubrik: Spiele

Test: Dark Souls: Prepare to Die Edition

10.10.2012 10:15 Uhr
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70°
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Bei diesem Fantasy-Abenteuer lauert der Tod buchstäblich an jeder Ecke. Sind Sie hart genug dafür?

Begegnungen mit riesigen Gegnern sind in Dark Souls nicht selten und vor allem die übermächtigen Bossgegner sehen furchteinflößend aus. Mit der richtigen Technik sind diese aber kein Problem. Begegnungen mit riesigen Gegnern sind in Dark Souls nicht selten und vor allem die übermächtigen Bossgegner sehen furchteinflößend aus. Mit der richtigen Technik sind diese aber kein Problem. [Quelle: Hersteller] Die Internetadresse dieses Spiels heißt übersetzt "Bereite dich auf den Tod vor". Das trifft den Nagel auf den Kopf. Es gibt nämlich keinen aktuellen Titel, der mit einem höheren Schwierigkeitsgrad aufwartet. Einsteiger lernen schnell, dass es nichts bringt, wie in Skyrim und Co. durch die Gegend zu preschen. Dark Souls-Spieler bewegen sich nur sehr vorsichtig vorwärts, da selbst popelige Standardgegner eine riesige Herausforderung darstellen. Bildschirmtode am laufenden Band sind daher ganz normal und frustrierend, doch gleichzeitig bilden sie die Hauptmotivation. Es gilt nicht nur Verhaltensmuster der Feinde, sondern auch die Umgebung zu studieren, da nicht einmal eine In­game-Karte existiert. Im Grunde bewegen Sie sich aber wie in anderen Action-Rollenspielen aus der Verfolgerperspektive durch die Welt, bekämpfen Gegner mit blankem Stahl oder Magie und sammeln Erfahrungspunkte. In Dark Souls werden diese Punkte "Seelen" genannt und können bei einer Rast am Lagerfeuer in zahlreiche Verbesserungen investiert werden. ABER: Bei jedem Tod verlieren Sie sämtliche Seelen, die seit der letzten Rast gesammelt wurden. Sollte es Ihnen danach gelingen, den Ort Ihres Todes noch einmal zu erreichen, können Sie die Seelen wieder einsammeln. Jeder Bergungsversuch der wertvollen Fracht ist unheimlich spannend und nervenaufreibend, da der Verlust mehrere Stunden Arbeit zunichte machen kann. Mit jedem Fehltritt lernt man aber eine wertvolle Lektion, bis man irgendwann selbst dem fiesesten Monster mit einem entspannten Lächeln entgegentritt. Dark Souls ist deshalb nur etwas für Spieler, die kein Problem damit haben, 100 Stunden und mehr in einen Titel zu investieren. Der Aufwand lohnt sich definitiv, denn kein Konkurrent ist packender und liebevoller inszeniert. Technisch ist Dark Souls aber nur mittelprächtig und die Steuerung ist nur per Joypad wirklich präzise.

Miese Portierung

Test: Dark Souls: Prepare to Die Edition [Quelle: Hersteller] Die PC-Umsetzung ist alles andere als gelungen und bietet offiziell eine Maximalauflösung von lächerlichen 1.024 x 720 Bildpunkten. Ein Fan-Patch löst dieses Problem, ermöglicht höhere Auflösungen und damit ein scharfes HD-Bild. Die beiden Vergleichsbilder unten verdeutlichen den Unterschied. Den Patch finden Sie unter http://blog.metaclassofnil.com. Dass unsere Wertung trotz der Mankos sehr hoch ausfällt, spricht für die Spielmechanik. Nicht umsonst haben wir bereits über 100 Stunden gespielt.

+ Einzigartiges Spielgefühl
+ Riesige Spielwelt mit tollem Level-Design
+ Äußerst taktisches Kampfsystem
- Miese PC-Portierung
- Sehr schwer
SFT-Testurteil: 1,4

Genre: Rollenspiel
System (Preis): PC (€ 50)
Spieler: 1 - 4
Studio: From Software
Anbieter: Namco Bandai
Sprache: Englisch, Deutsch
USK: ab 16 Jahren
Webseite: www.preparetodie.com
Im Handel: Erhältlich

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10.10.2012 10:15 Uhr
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