Das 3D-Kino kommt!
Eigentlich ist das dreidimensionale Lichtspiel ein alter Hut. Der erste Kurzfilm in 3D - L‘arrivée d‘ un train à La Ciotat (Die Ankunft eines Zuges in La Ciotat) - stammt von 1895. Die ersten kommerziellen Erfolge feierte das plastische Kino in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die unausgereifte Technik und das schwache Filmangebot verhinderten allerdings den Durchbruch. In den vergangenen Jahren fristeten 3D-Filme ein Nischendasein in den Imax-Theatern. Das könnte sich bald ändern. Denn angesichts schwindender Besucherzahlen haben Filmstudios und Kinoketten die dritte Dimension als Hoffnungsträger wiederentdeckt. Der Hintergedanke: Noch existiert entsprechende Technik nicht fürs Wohnzimmer - das stereoskopische Erlebnis bleibt den Multiplex-Theatern vorbehalten und soll zum Zuschauermagneten avancieren.
Projectiondesign F10 AS3D: Der erste 3D-Projektor für den Heimgebrauch
Dabei kommt den Kinos die fortgeschrittene Beamertechnik zugute. Die digitalen Filmkanonen von heute können ohne allzu große Eingriffe zwischen 2D- und 3D-Projektion wechseln. So lassen sich die plastischen Präsentationen auch in herkömmlichen Vorführsälen genießen. Viele Kinderkrankheiten der Imax-Ära gehören inzwischen der Vergangenheit an. So sind bei neuen Projektionstechniken mit zirkularer Lichtpolarisation keine Kopfschmerzen mehr zu befürchten. Stärkere Leuchtmittel und Chips mit höherer Auflösung mindern den Helligkeits- und Schärfeverlust, der mit 3D-Präsentationen meist einhergeht. Eine Einschränkung bleibt allerdings bestehen: Fast alle Vorführmethoden setzen noch immer auf die ungeliebten Stereobrillen. Das Wichtigste ist aber: Die Studios stehen voll hinter dem Trend und drehen so viele 3D-Filme wie nie zuvor. Und zwar nicht nur Dokumentationen oder spezielle Effektstreifen, sondern zunehmend auch Mainstream-Produktionen.






