Hi-Fi-Voodoo: Audio-Aberglaube - SFT klärt auf
Hi-Fi-Voodoo
Voodoo, moderne Mythen und Esoterik lauernüberall. Selbst auf eigentlich so wissenschaftlich fundierten Feldern wie der Unterhaltungselektronik. Allen voran im Hi-Fi-Bereich: Audiophile auf der nimmer endenden Suche nach der perfekten Klangwiedergabe investieren Hunderte und Tausende Euro in zweifelhaftes Zubehör, das angeblich das letzte Quentchen Sound aus den Boxen quetscht. Dabei entlocken die Hintergrundinformationen, mit denen die Hersteller die Wirkung ihrer Zauberkästchen, Bauteile und Komponenten erklären, gestandenen Elektronikern nicht selten bestenfalls ein müdes Lächeln. Auf eine kritische Probe gestellt, lässt sich oft nicht mehr als ein veränderter "persönlicher Eindruck" nachweisen.
Und wie beeinflussbar unsere Wahrnehmung in diesem Zusammenhang ist, darüber gibt es unzählige faszinierende Studien. Beispielsweise wird auch erfahrenen Weinkennern ein Tröpfchen umso besser schmecken, je teurer es ist - selbst wenn sie im Blindtest billigen Fusel vorgesetzt bekommen. Ganz ähnliche Hintergründe könnten die begeisterten Erfahrungsberichte mit ominösen Klangverbesserungs-Gerätschaften haben, die man immer wieder in Hi-Fi-Foren liest (für die Inspiration danken wir dem Hi-Fi-Forum) oder auf Messen zu hören bekommt. Wir haben eine Handvoll der aberwitzigsten Apparaturen zusammengetragen. Wohlgemerkt: Ein abschließendes Urteil wollen wir uns nicht erlauben, haben wir doch keines der Geräte mit eigenen Ohren getestet. Machen Sie sich einfach selbst ein Bild!
Inhaltverzeichnis:
Seite 1: "CD Sound Improver"
Seite 2: "Klarhörer"
Seite 3: "Öko-Cinch-Kabel"
Seite 4: "Quantum Qbase"
Seite 5: "Gabriel Chips"
CD-Sound-Improver: Fräsen für den Klang.
CD Sound Improver
Wir zitieren einfach mal die Firmen-Homepage: "Lichtreflexe stören den Klang. (...) Laserstrahlen werden vielfach reflektiert und vagabundieren zwischen den Oberflächen der CD hin und her." Um diese Reflexe einzudämmen, geistert schon seit geraumer Zeit der "Geheimtipp" durch die Hi-Fi-Welt, doch den Rand der CD mit schwarzem Marker einzufärben. Wer die Sache aber richtig professionell angehen will, braucht den Sound Improver der Firma Audio Desk Systeme Gläss. Der soll durch vorsichtiges "anfasen" (sprich: abfräsen der Lackschicht am Rand) und Schwärzen der Kanten CDs zu einem besseren Klang verhelfen. Laut Hersteller führt das sogar bei DVDs zur besseren Bildwiedergabe - nur über Blu-rays ist dort leider nichts zu lesen ... Der Preis? Schlappe 460 Euro ...
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