Touch-PCs im Aufwind
Warum sollte man einen Computer mittels Fingerberührung bedienen wollen, wenn die Kombination aus Maus und Tastatur doch die schnellere und effizientere Variante darstellt? Weil es Spaß macht, weil es sich irgendwie magisch anfühlt, durch einfache Gesten Dinge zu verändern oder zu bewegen. Einen einheitlichen Funktions-Standard für Touchscreen-Computer gibt es allerdings noch nicht. So unterstützt noch längst nicht jedes Gerät die Multitouch-Technologie, die es ermöglicht, zwei oder mehr Eingaben gleichzeitig zu verarbeiten, um beispielsweise Bilder mittels Auf- und Zuziehen von Daumen und Zeigefinger zu vergrößern oder zu verkleinern.
Betriebssysteme wie Windows oder Mac OS kommen zwar mit Touch-Bedienung klar, sind ansonsten aber für Maus- und Tastatur-Eingaben optimiert, weshalb bei immer mehr Herstellern eine spezielle Touch-Bedienoberfläche zum Lieferumfang gehört und auch dazugehören sollte! Auch wenn in Sachen Bedienung noch Entwicklungsbedarf besteht, zwei wesentliche Vorteile machen Touch-PCs schon jetzt sehr attraktiv. Dadurch, dass Sie komplett auf andere Eingabegeräte verzichten können, sind sie im Desktop-Einsatz platzsparend. Touch-PCs sind also längst mehr als eine Spielerei, daher wollen wir Ihnen im Folgenden zwei aktuelle Modelle vorstellen.
Hewlett-Packard Touchsmart IQ 500 (ab ca. 1.300 Euro)
HP Touchsmart
Im Zusammenspiel mit der eigens für den Touchsmart entwickelten Benutzeroberfläche entpuppt sich das berührunsempfindliche 22-Zoll-LCD des All-in-One-PCs als komfortable und vor allem spaßige Navigations-Alternative. Ähnlich wie bei Apples iPhone blättern Sie mit einem "Wisch" schnell durch Ihre Video- oder Foto-Sammlung oder verändern die Größe von Ansichten und Bildern, indem Sie Ihre Finger zusammen- oder auseinanderziehen. Dank Bildschirm-Tastatur geben Sie Internetadressen direkt per Fingertip ein. Wer seinen Touchsmart auch als Fernseher nutzen möchte, greift zur 25,5-Zoll-Variante: Sie verfügt über eine Wandhalterung und einen TV-Tuner. Den Wohnzimmertauglichkeitstest besteht der Touch-PC aufgrund seines edlen Designs und den praktisch nicht hörbaren Betriebsgeräuschen von unter 0,3 Sone.
Asus Eee-Top 1602 (ab ca. 500 Euro)
Asus Eee-Top
Neben den Fingern kann der 15,6 Zoll große, berührungsempfindliche Monitor des Eee-Tops auch mit dem mitgelieferten Stylus-Stift bedient werden. Asus tat gut daran, seinen All-in-One-PC mit einer Touch-optimierten Benutzeroberfläche namens Eee Mode auszuliefern: Für alle typischen PC-Aufgaben wie E-Mail, Multimedia, Internet etc. stellt sie große, mit den Fingern leicht zu treffende Symbole bereit. Ein Komfort, den das installierte, für Touch-Bedienung nur wenig geeignete Windows XP, nicht bietet. Abgesehen vom Namen hat der Desktop-PC mehr mit seinen Netbook-Brüdern gemein, als es auf den ersten Blick scheint: Mit einem Intel-Atom-Prozessor und 1 GByte RAM arbeiten auch aktuelle Eee-PCs. Ein optisches Laufwerk fehlt ebenfalls, dafür speichert der Eee-Top immerhin auf eine 160 GByte große Festplatte.
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