Test: 7-Zoll-Tablet HTC Flyer
Das HTC Flyer kommt zwar nicht mit Andoid 3.x, aber dafür mit der schicken HTC-Sense-Oberfläche.
Ursprünglich sollte HTCs 7-Zoll-Tablet Flyer kurz nach Verkaufsstart ein Software-Update auf Android 3.0 bekommen. Doch daraus wird nichts. Android-Anbieter Google gibt 3.0 derzeit nicht für 7-Zoll-Geräte frei, da diese aufgrund ihrer Größe offenbar nicht die strengen technischen Auflagen für Android 3.0 erfüllen (auch andere Modelle wie das Dell Streak 7 sind davon betroffen). In den Handel kam der Flyer mit Version 2.3.3, ein Update auf 2.5 soll allerdings fest eingeplant sein.
Design und Ausstattung
Mit seinem edlen Aluminium-Gehäuse bringt der Flyer 420 Gramm auf die Waage und fühlt sich damit etwas schwerer an als beispielsweise die 7-Zoll-Variante des Galaxy Tab von Samsung (380 g). Gummierte Elemente auf der Rückseite sorgen dafür, dass der Tablet-PC gut in der Hand liegt. Das 7-Zoll-Display löst mit 1.024 x 600 Pixeln auf und begeistert mit brillanten, leuchtenden Bildern, die zudem aus allen Blickwinkeln gut zu erkennen sind. Störende Spiegelungen muss man wie bei den meisten Konkurrenten auch hier hinnehmen. Je nach Modell stehen dem Flyer 16 oder 32 GByte Speicher zur Verfügung, der mittels Micro-SD-Karte erweitert werden kann. Der dazugehörige Schacht befindet sich hinter einer recht umständlich zu entfernenden Hartplastikblende.
Bedienung
HTC spendierte dem Flyer die von den hauseigenen Smartphones bekannte, attraktive HTC-Sense-Oberfläche. Neben den rotierenden Desktops bietet sie außerdem die Möglichkeit, Mails abzurufen oder Browser und Kamera zu starten, ohne den Flyer zuvor erst entsperren zu müssen. Die Touchbedienung funktioniert ausgezeichnet: Alle Eingaben und Multitouch-Gesten werden prompt und flüssig umgesetzt. Im Unterschied zu Android-3.0-Modellen verfügt der Flyer über am Gehäuse angebrachte, leicht mit den Daumen zu erreichende Sensortasten für Hauptschirm, Schnellstartmenü und Zurückspringen.
Besonderheit Stift
Damit der beiliegende Stylus-Stift auf dem kapazitiven Display funktioniert, muss er an der Spitze Spannung produzieren, weshalb er mit einer Batterie betrieben wird. Mittels der Software HTC Scribe lassen sich so Bilder malen oder handschriftliche Notizen erstellen, um diese dann mit dem praktischen Cloud-Dienst Evernote zu synchronisieren. Die Stifteingabe klappt so gut, dass man für Notizen gerne auf den Stift zurückgreift. Das gelungene integrierte Malprogramm mit seinen unterschiedlichen Zeichenwerkzeugen muss sich vor vergleichbaren Tools für den PC nicht verstecken und ermöglicht sehenswerte Ergebnisse. Der Tablet-PC kann übrigens nicht mit dem Stylus bedient werden, eine Notiz müssen Sie beispielsweise per Fingertipp speichern. Umständlich: Am Gerät gibt es keine Möglichkeit, den Stift zu verstauen.
Leistung
Der Qualcomm-Prozessor arbeitet zwar im Gegensatz zum Nvidia Tegra 2 (siehe Galaxy Tab 10.1v) mit nur einem Kern, verfügt
aber mit 1,5 GHz über eine höhere Taktung. Im direkten Vergleich zum Android-3.0-Modell von Samsung bewegt man sich hier noch einen Tick eleganter und flüssiger durch die Menüs. Auch das Surfen im Web macht richtig Laune. Lediglich bei der Wiedergabe von 720p-Videos stockte die Anzeige hin und wieder. Während die eingebauten Kameras der meisten Konkurrenten eine eher minderwertige Qualität aufweisen, schießt die 5-Magapixel-Kamera des Flyer im Vergleich recht gute Bilder. Überzeugt hat uns auch der Akku, der bei normaler Benutzung den Flyer gut 10 Stunden mit Strom versorgt. Im Dauer-Surf-Betrieb reicht eine Batterieladung für etwa 5 Stunden.
Installierte Apps
Zum umfangreichen App-Angebot gehören Social-Media-Anwendungen wie Facebook und Twitter, E-Book-Reader, eine komplette Office-Suite, Flash-Player, Ortungssoftware, ein Geschicklichkeitsspiel sowie Zugänge zum Android-Market und Amazon MP3.
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