The Prodigy: Das ungekürzte Interview
Mit Firestarter, Poison und Breathe lieferte die britische Band The Prodigy Mitte der Neunziger ihre großen Hits ab. Dann kam es zur Trennung, Mastermind Liam Howlett setzte die Bandkarriere ohne Sänger Keith Flint und Maxim Reality als Soloprojekt wenig erfolgreich fort. Gemeinsam soll es jetzt wieder bergauf gehen. Darin sind sich die Drei einig. Über den Rest streiten sie gern - vor ihrem britischen Humor sei hier gewarnt.
Die CD-Kritik zu Invaders Must Die finden Sie unter diesem Link!
SFT: Wie kommt es, dass ihr drei wieder zusammen seid?
Liam: Wir waren immer zusammen, aber...
Keith (unterbricht): Jemand bot uns einen Haufen Geld, damit wir uns wieder mögen.
SFT: Und hat das geklappt?
Keith: Yeah!
Liam: Nein. (Alle lachen)
Keith: Um ehrlich zu sein: Wir hassen einander von ganzem Herzen. Und kein Geld der Welt ändert das.
SFT: Wie nennt ihr eure Beziehung?
Alle: Brüder.
Maxim: Brüder haben auch oft Streit. Die Krise ist überwunden, wir sind wieder zusammen und stärker als jemals zuvor.
SFT: Das Album war schon im November fertig, kommt aber erst Ende Februar heraus. Warum?
Keith: Wir sind sauer deswegen, aber wir können es nicht ändern.
Haben sich wieder vertragen (v.l.): Die Sänger Maxim Reality und Keith Flint sowie Produzent Liam Howlett.
SFT: Aber je länger man wartet, desto größer die Gefahr, dass es leakt.
Keith: Es wird vielleicht passieren, aber hey, wen kümmert's?! Ein Live-Auftritt kann man nicht leaken, wir stehen auf der Bühne oder wir stehen nicht dort. Denn live sind wir am besten.
SFT: Wie lange habt ihr an dem Album gearbeitet?
Liam: Wir hatten keinen Zeitplan. Am Ende der drei Monate im Studio hatten wir eine Menge unfertiger Ideen und ich sortierte das Material: Die Idee ist blöd, der Beat ist cool, dieser Beat ist Mist, das Riff knallt richtig. Insgesamt hat etwa ein Jahr gedauert.
SFT: Fat of The Land, das letzte Album mit euch dreien ist elf Jahre her, fast wie Chinese Democracy für Guns'n Roses. Betrachtet ihr das auch als ein Comeback?
Lesen Sie die Antwort auf der nächsten Seite - bitte umblättern!
- Schlagwörter:
- , interview






