CD-Kritik: The Rocks - Letters From The Frontline
Haben sich schick gemacht: The Rocks.
Die fünf Londoner machen bereits mit dem Opener klar, wohin die Reise geht: schrammelige Gitarren, ekstatischer Gesang - The Game Is Up erinnert an Schwedens Indie-Helden Mando Diao, bevor diese mit ihrem jüngsten Album in der Mittelmäßigkeit verschwanden. The Rocks als puren Klon abzuhandeln würde ihnen jedoch nicht gerecht.
Warten sie auf die Chartspitze? The Rocks.
Neben den obligatorischen Handclaps, Orgel-Einlagen und Mitsing-Melodien versuchen die Briten ihren Tracks einen individuellen Anstrich zu verpassen. So kreischt bei Screamers das Saxophon in Richtung Glam-Rock, während sich Sänger James Taylor bei Time To Leave (zu Pianobegleitung) mit einem Schluchzen verabschiedet. Punkig wird es, wenn The Rocks die Night Of The Long Knives besingen - für einige Minuten könnten sie sich die Bühne mit den Misfits der Post-Danzig-Ära teilen.
Freilich: Letters From The Frontline ist kein schlechtes Album, darf getrost als gelungenes Debüt bezeichnet werden. Für den Einzug in den Indie-Olymp reicht es nicht - auch, weil es das Quintett allen recht machen will. Dabei agieren sie zu anbiedernd, um einzigartig zu sein und kommen zu spät, um vom Hype zu profitieren.
Sehen Sie hier das Video zu Heartbreak City von The Rocks:
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VÖ: Erhältlich
Label: Weekender/Indigo
Anspieltipp: Letter To The Frontline
Für Fans von: Mando Diao, Sugarplum Fairy






