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X-Men Origins: Wolverine

Kinostart:
29.04.2009
Genre:
Action
Vertrieb:
Twentieth Century Fox

X-Men Origins: Wolverine mit Hugh Jackman in der Kinokritik

29.04.2009 14:44 Uhr
|
Neu
|
Er ist einer der coolsten Charaktere der Comicgeschichte: Wolverine, der heroische Rabauke mit Rippstrickhemd und Rocker-Tolle. Vor acht Jahren wetzte er erstmals seine Metallkrallen auf der Leinwand, im ersten X-Men-Film. Zwei Fortsetzungen später erhält Wolverine nun einen eigenen Spin-Off-Film.

Mutant mit metallischem Knochengerüst: Wolverine (Hugh Jackman) Mutant mit metallischem Knochengerüst: Wolverine (Hugh Jackman)
Obwohl mit Gavin Hood (Machtlos) ein Regisseur mit ähnlich tiefgründigem Oeuvre wie Bryan Singer verpflichtet wurde, mangelt es Wolverines Entstehungsgeschichte an Tiefgang. Hoods Handschrift zeigt sich gerade noch in der gelungenen Eröffnungsmontage, die aber fast schon zu kurz ausgefallen ist.

Auch mancher in der Werbekampagne großspurig angekündigte Nebencharakter bleibt blasses Gimmick. Mitunter scheint es dabei, als seien Dialogzeilen nachträglich entfernt und ursprünglich vorgesehene Hintergrundszenen ausgelassen worden. Warum z. B. der Kartenkünstler Gambit (Taylor Kitsch) zunächst auf Wolverine losgeht und dessen Kampf sabotiert, ihm später aber doch zu Hilfe eilt, muss ganz klar als Leerstelle bezeichnet werden.

Weshalb der Regierungsbeamte Ryker (Danny Huston) so ist, wie er ist, wird ebenfalls höchstens angerissen. In solchen Szenen zeigt sich wieder die unschöne Oberflächlichkeit, die viele Fans bei Brett Ratners X-Men: Der letzte Widerstand scharf kritisiert hatten. Insgesamt fehlt der geradezu philosophische und so vielseitig interpretierbare Überbau, der X-Men 1 und 2 ausgezeichnet hatte.

Tahyna Tozzi (l.) als Emma Frost und Lynn Collins als Silverfox in X-Men Origins: Wolverine. Tahyna Tozzi (l.) als Emma Frost und Lynn Collins als Silverfox in X-Men Origins: Wolverine. Analogien auf Themen wie den Holocaust, Homosexualität, Andersartigkeit oder ähnliche gesellschaftskritische Problemfelder finden sich nicht mehr. Ganze Sequenzen mit wichtigen Elementen von Logans eigentlicher Lebensgeschichte erscheinen wie die bloße Eröffnungssequenz eines Films mit ganz anderem Thema. So wird die Kindheit im Jahr 1845 nur angerissen, die Jugendjahre fehlen komplett. Wie spannend könnte ein Film sein, der sich auf all das konzentriert!

Stattdessen erzählen Hood und Jackman, der für dieses Kapitel auch als Producer verantwortlich zeichnete, eine Action-Anekdote aus dem Leben des Wolverine, deren Hergang sich der Zuschauer im Grunde bereits aus den bisherigen Kinofilmen genau so erschließen konnte.

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29.04.2009 14:44 Uhr
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