Die deutsche Traditionsmanufaktur ELAC sorgt mit pfiffigen Ideen regelmäßig für Wirbel im Lautsprecherbau. Ihre neueste: Membranen mit Kristallprägung.

Elac FS 249 Selten sind technische Neuerungen bei Boxen so offensichtlich wie die silbrigen "Kristallmembrane" der ELAC 249. Wie Edelsteine funkeln sie im Scheinwerferlicht, verleihen den edlen, aber konservativen Kästen etwas Futuristisches. Die ungewöhnliche Formgebung ist allerdings kein optisches Blendwerk. Die Facettenprägung macht die Aluminium-Schwingkörper steifer und verwindungsärmer, was eine noch bessere Ankopplung an die Schwingspule erlaubt. Das wiederum soll den Klirrfaktor mindern und den Übertragungsbereich erweitern. Sowohl die beiden 180 Millimeter großen Basstreiber als auch der 140 Millimeter messende Mitteltöner verschaffen sich über diese neuen Membranen Gehör. Ihnen steht der prämierte Folien-Hochtöner JET zur Seite, der Obertöne bis 50.000 Hertz wiedergibt, wovon hochwertige Formate wie die Super-Audio-CD und DVD-Audio profitieren können.
Mit Mozart wie Metallica
Im Hörtest spielen die FS 249 ausgesprochen kraftvoll und füllig auf. Sie zeichnen ein Stereopanorama, das sowohl sehr weit auffächert als auch Tiefe und Substanz vermittelt. Dabei meistern sie mühelos auch extreme Pegel, ohne den Zuhörer jemals zu überanstrengen oder einen Frequenzbereich übermäßig zu betonen. Selbst der Bass drängt sich nicht auf, sondern hält sich vornehm im Hintergrund; für Liebhaber magenmassierender Tieftöne vielleicht sogar etwas zu sehr. Dabei verträgt sich die FS 249 mit Tschaikowski genauso gut wie mit Jackson, mit Mozart ebenso gut wie mit Metallica und empfiehlt sich dank der klaren Sprachwiedergabe auch für Filme - eine wirklich universell einsetzbare Box, die mit jeder Raumgröße zurechtkommt.
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