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Stoner-Sound aus Schwaben:

CD-Kritik: Beehoover - Heavy Zooo

Sympathisch schwäbisch: Auf ihrer Website entschuldigen sich die Esslinger Beehoover dafür, dass sie nur zu zweit sind. Zunächst habe sich die Suche nach einem Gitarristen und Sänger schwieriger gestaltet als gedacht, dann hätten sich die falschen Kandidaten gemeldet. Gut, dem Duo sei hiermit verziehen. Angesichts ihres zweiten Albums Heavy Zooo fällt uns das nicht allzu schwer.

Nur Flocke fehlt: Beehoover's Heavy Zooo.
Nur Flocke fehlt: Beehoover's Heavy Zooo.
Schlagzeug und Bassgitarre genügen Beehoover, um ihren steinharten und ziemlich schweren Soundteppich auszurollen. Darauf schreiten sie von doomigen Riffs zu groovigen Stoner-Parts - so schleichend und geschickt, dass sich die Schritte kaum offenbaren. Bei I Desert wird's progressiv, düster, der Opener Solitude In Bloom sorgt für heftiges Moshen - brachial, doch zu komplex, um einfach unter den Metal-Teppich gekehrt zu werden.

Wahrlich: Leicht fassbar sind sie nicht, die Schwaben-Stoner. Sie pendeln zwischen No Means No, den Melvins, Kyuss, System Of A Down - und schlagen sich doch auf keine Seite. Zu abwechslungsreich kommen ihre Klang-Collagen daher, gegliedert in Teile, nicht in Songs - auch wenn die Tracklist etwas anderes vorgaukelt. 52 Minuten Dampf. Dafür benötigt manch andere Band drei Gitarristen.

VÖ: Erhältlich

Label: Exile On Mainstream/Soulfood Music

Anspieltipp: Solitude In Bloom

Für Fans von: Melvins

(Alexander Reindl, 19.05.08, 14:09)

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