Haha-ha-hahaha. Ein Lachen schallt durch Gotham City. Grausig. Gackernd. Unheilvoll. Es ist das geifernde Gekicher des Jokers. Der kreideweiß geschminkte Psycho-Clown amüsiert sich prächtig. Er hat Gotham in die Anarchie geführt. Die Comic-Kapitale scheint dem Untergang geweiht.
Höchste Zeit, dass Batman für Recht und Ordnung sorgt! Doch der dunkle Ritter steckt selbst in einer Sinnkrise. Die Verantwortung für Gothams Bürger lastet schwer auf seinen Schwingen. Zudem fürchtet der Fledermann die Monstrosität der eigenen Maskierung.
Im Schatten der Schwingen: Batman (Christian Bale) hadert mit seiner Rolle.
"Man stirbt als Held oder man lebt so lange, bis man selber böse wird", sagt der Polizeichef Gordon zu ihm. Wer gegen Terror kämpft, wird selbst zum Terroristen.
The Dark Knight, der zweite Teil von Christopher Nolans Batman-Neuverfilmungs-Saga, dreht sich um finstere Konflikte - durchaus mit Bezug zum aktuellen Weltgeschehen. Es geht um Tod und Tragik. Krieg und Chaos. Angst und Liebe. Serviert mit unglaublicher Wucht und epochaler Action. Keine Frage: Es ist der Film des Jahres!
Großen Anteil daran hat natürlich auch die sagenhafte Leistung des verstorbenen Heath Ledger. Wie er so zischelnd und züngelnd allerlei verbale Bosheiten ausspuckt, das sollte man sich unbedingt auch mal in der US-Original-Tonspur anhören!
Teuflisches Grinsen: Heath Ledger als Horror-Harlekin.
Neben den großartigen darstellerischen Leistungen wird optisch und akustisch ebenfalls perfektes Filmvergnügen geboten. Christopher Nolan arbeitete bei sechs Action-Sequenzen mit IMAX-Großbild-Kameras, was den ohnehin hypnotisierenden Bildern einen zusätzlichen Sog verschafft.
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