Wenn von "graphic novels" die Rede ist, dann fallen unweigerlich auch die Namen Alan Moore und Dave Gibbons. Das Duo ebnete mit ihrem ab 1986 erschienenen
Watchmen-Zyklus den Weg für moderne Erwachsenen-Comics.
Nun verfilmte Zack Snyder (
300) den mit Preisen und Kritikerlob überhäuften Pionier-Roman.
Watchmen kommt bei uns am 5. März in die Kinos. Derweil wächst die Anspannung unter den Fans: Ob Snyder wohl der Vorlage treu geblieben ist?
Watchmen ist schließlich nicht irgendein Superhelden-Comic, sondern die einzige Bildergeschichte, die 2005 vom renommiertem US-Nachrichtenmagazin Time zu einem der hundert wichtigsten Romane (!) des 20. Jahrhunderts deklariert wurde.
SFT traf sich mit Zack Snyder in London, um den Regisseur über seine Verfilmung auszuhorchen. Lesen Sie hier, was Snyder über
Watchmen verriet:
Sexy Superheldin: Malin Akerman spielt die schlagfertige Silk Spectre II. [Quelle: siehe Bildergalerie]
SFT: Was verbindet Sie persönlich mit dem Watchmen-Comic-Zyklus? SNYDER: Seit meiner Kindheit liebe ich Comics. Als ich älter wurde, merkte ich jedoch, dass die Geschichten leider nicht mit mir zusammen "erwachsen" wurden. Ich steckte in einer Zwickmühle: Auf der einen Seite wollte ich nicht auf meine geliebten Comics verzichten. Auf der anderen Seite entsprachen die Storys nicht mehr meinem Alter. Just in dem Moment erschien
Watchmen - ein hochkomplexer, düsterer Comic, der die gesellschaftliche Wahrnehmung von Comics vollständig veränderte.
SFT: Wie groß ist der Druck, wenn man einen derart legendären Comic verfilmt? SNYDER: Als ich das Angebot erhielt,
Watchmen zu verfilmen, war ich zuerst deprimiert. Der Grund: Man verlangte von mir, eine zeitgenössische Version des 80er-Jahre-Comics zu drehen. Kein Kalter Krieg, kein Präsident Nixon. Stattdessen Irak-Krieg und ein völlig neues Ende der Handlung. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Einerseits erfüllte sich mit diesem Regie-Angebot ein absoluter Traum für mich. Andererseits wäre es mir ein Graus gewesen,
Watchmen zu entfremden.
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