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Wir picken die Pop-Perlen für Sie heraus... voriger Artikel nächster Artikel

Hör-Geräte: Die Songs der Woche ab 27. Februar!

Von wegen Koma-Saufen: Echte Rockstars setzen auf die reinigende Wirkung von Matschbirne und Co.!

Bon Scott ist im Vollrausch an seinem Erbrochenen erstickt, John Bonham hat das 40. Glas Wodka nicht überlebt und Keith Richards dürfte auf Grund seines Alkoholkonsums definitiv nicht mehr unter uns weilen. Alte Geschichten, die im geselligen Wunderland des Rock 'N Roll niemanden mehr vom Hocker reißen.

Für echte Gänsehaut und entgleisende Gesichtszüge sorgt hingegen folgende Meldung, die uns direkt aus Dubai erreicht: Iron Maiden wurden an der Hotelbar beobachtet, als sie genüsslich Frucht-Smoothies kredenzten!

Das war's dann also: Die Hohepriester der teuflischen 666, die Geburtshelfer des martialischen Metal-Maskottchens Eddie, die Killer aus der Twilight Zone halten sich mit püriertem Pfirsich-Bananen-Matsch fit. Was kommt als nächstes? Marilyn Manson im Wellness-Hotel Allgäuer Hof? Cannibal Corpse im Pfarrgemeinderat? Deicide im Bund Naturschutz? Quo vadis, Heavy Metal ...

Gib‘ Smoothies keine Chance: In unseren Hör-Geräten verzichten wir zur Strafe auf Maiden. Dafür gibt's The Bishops, The Whitest Boy Alive, Super700, The Answer und U2.
(ar)

The Bishops - Carry On
aus dem Album For Now (Weekender/Indigo)

Von wegen Generationenkonflikt! The Bishops überspringen mit ihrem Gitarrensound die letzten vierzig Jahre und machen Großmama ebenso glücklich wie den halbstarken Enkel. Dazu schrammeln sie sauber die Gitarre, trendiger Elektro-Firlefanz ist passé. Nur gelegentlich greifen sie zu zusätzlichen Instrumenten wie der Trompete für das soulige Carry On. (ar)

The Whitest Boy Alive - Intentions
aus dem Album Rules (Bubbles/Groove Attack)

Club-Sounds, Disco-Beats und Chill-Out verbindet diese Berliner Band zu einem Stil, den man fast schon Indie-House nennen möchte. Erlend Oyes (von Kings Of Convenience) fragile Stimme und seine melancholischen Geschichten lassen die Musik zudem sehr authentisch wirken. Bei aller Tanzbarkeit ist dieser Sound sehr entspannt und entspannend zugleich. Beispiel: Intentions. (me)

Sieben Musiker kommen auf den Hund: Super700.
Super700 - Spring
aus dem Album Lovebites (Motor/Edel)

Insgesamt zu siebt zelebrieren die Berliner auf ihrer zweiten Platte ganz zauberhaften Indie-Pop. Ihre intensiven Stücke schwanken zwischen zerbrechlich und bedrohlich. Sie werden so unerhört schnell zum Freund, dass man es gar nicht glauben mag und sie deswegen immer wieder anhört. Elegant und süß, komplex und schlau breitet sich auch Spring aus. (me)

The Answer - Demon Eyes
aus dem Album Everyday Demons (Steamhammer/SPV)

The Answer machen Hardrock, wie man ihn schon tausendmal ähnlich gehört hat - aber selten so gelungen. Ihr größtes Kunststück: Demon Eyes klingt trotz des altmodischen Stils frisch und eigenständig. Das ist ehrlicher Rock ‘n' Roll, der sofort in die Beine geht und ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubert. (mz)

U2 - Stand Up Comedy
aus dem Album No Line On The Horizon (Island/Universal)

Es tut dem irischen Quartett hörbar gut, zu ihren alten Produzenten zurückgekehrt zu sein und Teile der Aufnahmen in Marokko eingespielt zu haben. Natürlich ist es immer noch eine U2-Platte, aber der Pomp ist angenehm in den Hintergrund gerückt. Die Scheibe klingt vertraut und neu zugleich und tut richtig gut. Am eindrucksvollsten belegt das Stand Up Comedy. (me)



(Alexander Reindl, 27.02.2009 12:57 Uhr)


 
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