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Wir picken die Pop-Perlen für Sie heraus... voriger Artikel nächster Artikel

Die Songs der Woche: Unsere Hör-Geräte vom 13. März!

Wer hätte das gedacht? Die ganze Welt lechzt nach Michael Jackson nur ich versteh's nicht!

Ich ging ja ehrlich gesagt davon aus, dass er schon Probleme haben würde, überhaupt seine zunächst zehn angekündigten Shows für Juli auszuverkaufen. Aber nein! Nach seiner Bekanntgabe vergangene Woche ein letztens Mal auf die Bühne zurückzukehren, ist der Run auf die Tickets seiner Shows in der Londoner O2-Arena so groß, dass einfach alles zusammenbricht! Aber warum nur? Der Mann hat seit acht Jahren kein neues Material mehr heraus gebracht und seinen Zenit seit mindestens einem Jahrzehnt überschritten!

Mittlerweile hat Jacko die Konzertserie für sein Comeback auf 50 (!!!) Auftritte aufgestockt und so wird der ehemalige King of Pop jetzt sogar bis Februar 2010 in London performen. Zum Beginn des offiziellen Kartenverkaufs standen heute Morgen tausende Fans Schlange vor der Konzerthalle, um sich noch eines der begehrten Tickets zu sichern. Die Kontingente für den Online-Vorverkauf sind schon lange alle vergriffen, da sich mehr als eine Million Fans dafür registriert hatten und so die Vorverkaufs-Plätze innerhalb von Minuten ausverkauft waren.

Aber wie wir alle wissen ist Michael Jackson pleite und bekommt nicht mal seine Neverland-Ranch los. Sollten jetzt alle London-Shows ausverkauft werden, wird ihm die riesige Konzertreihe mehr als 90 Millionen Dollar allein an Ticketverkäufen einbringen. Die Karten kosten nämlich bis zu 85 Euro. Es sind Jackos erste große Auftritte nach mehr als zehn Jahren und vier Jahre nach seinem Freispruch vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs. Danach will er dann endgültig von der Bühne abtreten - komplett finanziell saniert selbstverständlich!

Sanierungsfälle sind unsere Songs der Woche auf keinen Fall, ganz im Gegenteil! Diesmal gibt's nur Empfehlenswertes aus fünf verschiedenen Genres mit Peter Doherty, Olli Schulz, Empire Of The Sun, Sebastien Grainger & The Mountains und den Black Lips. (me)

Mit unseren Hör-Geräten halten wir Sie jede Woche über die neuesten Hits auf dem Laufenden. Lahme Sounds haben natürlich keine Chance, wir picken nur die Pop-Perlen für Sie heraus. Diese lassen sich mit wenigen Klicks ganz bequem als DRM-freie MP3s von Nowdio downloaden.

Jetzt in nüchtern und mit R: Peter Doherty
Peter Doherty - Last Of The English Roses
aus dem Album Grace/Wastelands (Parlophone / EMI)
Seit die Schlagzeilen um seine Drogenexzesse abnehmen, steigt sein musikalischer Output rapide an. Peter Doherty schüttelt ganz locker ein durchaus hörenswertes Solo-Debüt aus dem Ärmel. Wie bei Last Of The English Roses gut zu hören lässt er darauf seiner Blues-Leidenschaft freien Lauf. Die E-Gitarre bleibt meist im Koffer, denn Peter greift viel lieber zur Akustik-Klampfe. Mr. Doherty, der Geschichtenerzähler! (me)

Olli Schulz - Mach den Bibo
aus dem Album Es brennt so schön (Columbia / Sony Music)
Mit dem Bibo schaffte Olli Schulz endlich etwas, was er schon auf vielen Konzerten in seiner charmant-flapsigen Art ankündigte: endlich mal einen Hit zum Mittanzen zu schreiben, bei dem auch der "Mainstream" steil geht. Lassen Sie sich davon aber nicht beirren! Der Bibo ist eine absolute Ausnahme auf dem vierten Studio-Album des Barden. Die zehn übrigen Songs bestechen durch Subtext und Melodien statt Blödelhumor. (cs)

Das nenne ich Bandfoto: Empire Of The Sun
Sebastian Grainger & The Mountains - I Hate My Friends
aus dem Album Sebastian Grainger & The Mountains (Saddle Creek / Indigo)

I Hate My Friends ist druckvoll-lärmigen Garagen-Rock mit Siebzigerjahre-Touch. Auch die anderen elf Stücke von Sebastian Grainger und seinen Mountains rocken richtig und können dabei fast immer mit einprägsamen Melodien aufwarten. Selbst Ausflüge in fremde Genres meistert er, ohne das Gesamtbild zu zerstören. Das beweisen wie die Piano-Ballade Love Is Not A Contest oder das funkige Renegade Silence, das an Prince erinnert. Unbedingt mal anhören! (st)

Black Lips - Drugs
aus dem Album 200 Million Thousand (PIAS / Rough Trade)

Urin und Erbrochenes auf der Bühne, ein brennendes Schlagzeug, demoliertes Equipment: Die Black Lips sind der Albtraum eines jeden Club-Besitzers. Das skandalöse Gehabe erfährt seine Entsprechung im rohen Sound der Garagenrocker. Lofi-Gerumpel mit fuzzy Gitarren, scheppernden Beats und einem beherzten Tritt aufs Verzerrungspedal. Für die angepissten Vocals sorgt Cole Alexander, der immer so klingt, als wäre er am Ende seiner nächtlichen Zechtour noch kurz im Studio eingekehrt. (ar)

Empire of the Sun - Walking On A Dream
aus dem Album Walking On A Dream (EMI)
Zusammen mit Walking On A Dream zeichnen sich die ersten vier Stücke dieses Albums allesamt durch größten Hitcharakter aus. Das australische Duo bedient sich dabei unglaublich lässig und abgebrüht an kitschigen Synthie-Sounds und Drum-Samples, nur um diese dann in eine moderne Verpackung zu stopfen, dass es eine wahre Freude ist. Der 80er-Elektro-Pop-Anteil mag zwar etwas trashig klingen, besitzt aber so viel Coolness, wie man sie sonst nur selten hört. (me)



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(Markus Erlwein, 13.03.2009 14:49 Uhr)


 
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