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Ein Gespräch mit den Elektronik-Legenden voriger Artikel nächster Artikel

Depeche Mode - das ungekürzte Interview



FLETCHER: Ich glaube nicht, dass wir etwas dazu machen werden. Wir haben weder zum 20. noch zum 10. etwas gemacht. Was dabei etwas komisch ist, ist allerdings die Tatsache, dass wir stolz darauf sind, dass es uns seit 30 Jahren gibt. Letztes Jahr dachten wir noch: Oh Gott, wir werden bald 30! Das hat sich aber geändert und ins Gegenteil gedreht. Jetzt denken wir: Unglaublich, wie lange wir schon so erfolgreich im Geschäft sind. Es ist schon eine besondere Leistung im Musikbusiness. Mehr denn je kommen und gehen Künstler verdammt schnell.

SFT: Ihr plant also keine Jubiläums-Tour oder Ähnliches?

Legenden des Synthie-Pop: Depeche Mode. [Quelle: siehe Bildergalerie]
FLETCHER: Die Tournee endet im Februar 2010 und mehr wird's dann nicht geben. Wir stehen nicht so auf Gefühlsduselei! Wir sind nicht wie Glen Campbell [US-Country-Sänger - Anm. d. Red.], der seit 50 Jahren dabei ist. Wir machen uns nichts aus Jahreszahlen!

SFT: Legst du immer noch gerne auch mal auf?

FLETCHER: Sicher, aber ich lege nicht, wenn ich mit Depeche Mode arbeite. Dann konzentriere ich mich zu 100 Prozent darauf. Ende 2007 bin ich drei Monate auf DJ-Tour gegangen. Ich lege aber nicht gerne in Deutschland oder Großbritannien auf. Ich mach das lieber an besonderen Orten wie Israel oder Lateinamerika. Ich war schon so oft in Deutschland, ich gehe dann lieber in Länder, in denen ich noch nicht war.

SFT: Wie sieht ein DJ-Set von Andy Fletcher aus?

Legenden des Synthie-Pop: Depeche Mode. [Quelle: siehe Bildergalerie]
FLETCHER: Ich lege meistens in Rock-Clubs auf, da ich ziemlich kommerziell ausgerichtet bin was Indie und Elektro angeht. Wenn Martin auflegt, dann geht es er in die Minimal-Techno-Richtung. Es macht mir sehr viel Spaß, da ich aber viel modernes Zeug spiele, brauch ich ein paar Monate, bis ich ein Set zusammen habe und ich weiß was abgeht und angesagt ist.

SFT: Und was läuft dann so?

FLETCHER: Geschichtliches Zeug! Das letzte Mal hab ich sogar Britney Spears aufgelegt! Dann Kasabian und dazwischen mische ich ein paar Depeche-Songs darunter. Ich versuche da einen geschichtlichen Ansatzpunkt zu wählen und das zu spielen, was sich alles aus unserer Musik entwickelt hat.

Interview: Markus Erlwein


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(Markus Erlwein, 22.04.2009 16:05 Uhr)


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