Ausgangspunkt war ein Film.
My Own Love Song ist ein Roadmovie des französischen Regisseurs Olivier Dahan und Dylan folgte dessen Bitte und schrieb dafür
Life Is Hard. Von da an, so die amerikanische Songwriter-Ikone, hätte die Platte ihren eigenen Weg gefunden. Musikalisch liegt der ziemlich bei der gerade abgeschlossenen Album-Trilogie von
Time Out Of Mind bis
Modern Times. Von der Stimmung her ist sie weniger düster. Produziert hat er mal wieder selbst.
Textlich überrascht der Maestro der sich vielfach überlagernden Konnotationen mit schlichten Zeilen wie (direkt zur Eröffnung): „I love you, pretty baby/You're the only love I've ever known/Just as long as you stay with me/The whole world is my throne“. Beweisen muss er sowieso niemandem mehr irgendwas, von daher: "If you wanna live easy/Baby, pack your clothes with mine." – am 24. Mai wird Dylan 68, da darf man der Tageshysterie des Weltgeschehens schon mal abschwören. Grundlegend, das sehen er und sein Co-Texter Robert Hunter (ehemals auch Grateful Dead) ähnlich, ist die Welt generell (Amerika insbesondere) eine finstere, „but it’s all good“. Man lässt sich davon nicht mehr runter reißen.
Die Kritik wundert sich wie immer fasziniert über diesen Mann, der längst aufgehört hat sich darüber Gedanken zu machen, aus welchem unerfindlichen Grund er längst über 100 Millionen Platten verkauft hat.
VÖ: erhätlich
Label: Columbia / Sony
Downloadtipps: Life Is Hard, Beyond Here Lies Nothin’, I Feel A Change Comin’ On
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