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Terminator: Christian Bale im Interview

Christan Bale spricht mit SFT über Zweifel, extremes Method Acting und fehlende Muckis.

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Terminator 4: Die Filmkritik
Terminator: Die Erlösung - Das Who is Who der Darsteller
Die Terminator-Historie
Terminator: Video-Featurette 1
Terminator: Video-Featurette 2


SFT: Sie spielten zuletzt Batman. Hatten Sie Bedenken, direkt im Anschluss an diese Rolle eine weitere ikonenhafte Figur der Filmgeschichte zu verkörpern?

Christian Bale - Bild (2) [Quelle: siehe Bildergalerie]
BALE: Nein, aber ich hatte aus anderen Gründen Zweifel, ob ich die Rolle annehmen sollte. Die erste Drehbuchfassung, die man mir gab, überzeugte mich nicht. Ich fragte mich, ob es überhaupt Sinn machte, einen weiteren Terminator-Film zu drehen. Der dritte Teil hatte mir ehrlich gesagt schon nicht mehr gefallen.

SFT: Was überzeugte Sie letztlich?

BALE: Ich bin ein großer Fan der ersten beiden Teile. Von daher war der Reiz, bei einem Terminator-Film mitzuspielen, natürlich groß - trotz aller Zweifel. Ausschlaggebend war aber die Hartnäckigkeit von Regisseur McG. Obwohl ich abgelehnt hatte, kam er immer wieder auf mich zu und unterbreitete mir neue Ideen. Irgendwann sagte ich: "Lass uns einfach zusammen wieder bei null anfangen. Dann bin ich dabei". Wir holten Jonah Nolan (Autor von The Dark Knight) als Berater mit ins Boot und begannen, eine Idee auszuarbeiten, die es wert war, verfilmt zu werden.

Christian Bale - Bild (4) [Quelle: siehe Bildergalerie]
SFT: Terminator 4 ist zwar in erster Linie ein Unterhaltungsfilm, beinhaltet aber auch sozialkritische Themen.

BALE: Ja. Der Film thematisiert die Frage, wie man seine Menschlichkeit und Moral in Zeiten des Krieges aufrecht erhalten kann. Es geht außerdem darum, dass die Menschen sich zusammenschließen müssen, um zu überleben. Ihr Feind ist real und kein von der Regierung fabriziertes Feindbild. Nur mit vereinter Kraft können die Menschen gegen die Bedrohung ankämpfen.

SFT: Sie sind dafür bekannt, große Anstrengungen auf sich zu nehmen, um Ihre Rollen so authentisch wie möglich spielen zu können. Wo ist für Sie die Grenze?

BALE: Erst wenn ich blute, habe ich das Gefühl, dass ich wirklich arbeite (lacht). Es heißt, dass Jimi Hendrix am liebsten so lange spielte, bis Blut von seinen Fingern auf die Gitarrensaiten tropfte. Mir gefällt die Vorstellung, dass jemand alle Schmerzen ignoriert, weil er das, was er tut, so sehr liebt.

SFT: Auch psychisch lassen Sie sich voll und ganz auf Ihre Rollen ein ...

Christian Bale - Bild (5) [Quelle: siehe Bildergalerie]
BALE: Natürlich, die Psyche gehört dazu. Ich will es mir gar nicht erst leicht machen. Die Leute zahlen 10 Dollar für eine Kinokarte. Sie sollen für ihr Geld authentische Gefühle vermittelt bekommen.

SFT: Das Bild des Actionhelden scheint sich in den letzten Jahren vom muskelbepackten Recken zum intellektuellen Grübler zu wandeln.

BALE: Stimmt. Arnold Schwarzenegger war ein Phänomen. Einen Brocken wie ihn hatte man vorher noch nie im Kino gesehen. Aber irgendwann reichen Muckis nicht mehr aus; Actionfilme brauchen auch inhaltliche Substanz. Mein Glück! Denn mit Schwarzeneggers Körper kann ich nicht mithalten (lacht). (dl)


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(Dörte Langwald, 05.06.2009 09:30 Uhr)


 
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