Transformers - Die Rache: Explosionen am laufenden Band. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Leider erschöpft sich die Faszination der opulenten Optik aber allzu schnell. Immer wieder zeigt Michael Bay Hochglanz-Zeitlupen-Sequenzen, in denen er wahlweise schöne Menschen oder entschlossen drein schauende US-Soldaten reizvoll vor explodierenden Hintergründen drapiert. Einmal, zweimal, dreimal ist das sehenswert. Beim vierten Mal und spätestens ab Filmminute 120 nervt's!
Durchaus eindrucksvoll ist die seit Teil 1 sichtlich gereifte Technik, mit der die Effektschmiede ILM die Transformers auf die Leinwand zauberte. Schade: Wie schon im Vorgänger-Film sind die Schnitte oftmals zu schnell und die Bildausschnitte zu klein, um die Schwermetall-Giganten in ihrer ganzen Pracht bewundern zu können.
Transformers - Die Rache: Regisseur Michael Bay mit seinen Hauptdarstellern Shia LaBeouf (l.) und Megan Fox [Quelle: siehe Bildergalerie]
Umso mehr stechen einige Kampfszenen heraus, in denen man die Super-Roboter dann doch mal in Ruhe anschauen kann. Mehr davon wäre schön gewesen, hätte die Handlung aber auch nicht spannender gemacht. Äh, Moment mal, welche Handlung? War Teil 1 amüsant anspruchslos, so ist das Sequel einfach nur unverschämt hohl. Nichts gegen stumpfe Action, die rockt. Aber ein bisschen inhaltliche Substanz darf man sogar von Michael Bay erwarten.
Insgesamt ist Transformers - Die Rache eine Riesenenttäuschung. Die visuellen Aspekte werden derart penetrant überstrapaziert, dass sie den Film alleine nicht zu tragen vermögen. Und die Handlung ist so kindisch, dass sie schlichtweg langweilt. Ärgerlich obendrein: Michael Bay lässt seine republikanische Weltanschauung und seine Symphatie für die US-Außenpolitik unter George W. Bush allzu deutlich durchscheinen. Im Grunde ist Transformers 2 ein überlanger Werbefilm für das US-Militär. Dafür muss man keine Kinokarte lösen!
Fazit: Öde Materialschlacht, deren optische Schauwerte sich allzu schnell erschöpfen.
Sehen Sie hier den Trailer zu Transformers - Die Rache: