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Forza-3-Demo erscheint heute: Rennfahrerin im Interview zum Spiel

Natacha Gachnang hat das Zeug dazu, bald die erste Frau in der Formel 1 zu werden. Jetzt hat die junge Schweizer Rennfahrerin die Entwickler des Rennspiel-Highlights Forza Motorsport 3 beraten, das Ende Oktober erscheint - die Demo soll sogar heute im Laufe des Tages bereits zu haben sein!

Natacha Gachnang [Quelle: siehe Bildergalerie]
Zur europäischen Präsentation von Forza Motorsport 3 auf dem Nürburgring zeigte sich die tückische Rennstrecke glücklicherweise von ihrer sonnigen Seite. Um vor einem ersten Test des extrem realistischen Rennspiels den Vergleich noch direkter zu machen, sollten die anwesenden Journalisten erst mal selbst in richtigen Autos fahren. Zuerst ging es in einem Audi S4 mit 333 PS einige Runden lang über den Formel-1-Kurs, den wenige Wochen zuvor noch Sebastian Vettel und Co. entlanggerast waren. Als unerfahrener Lenker begab man sich dabei auf die schmale Idealline zwischen der höchstmöglichen Geschwindigkeit und der Gefahr, ins Kiesbett zu rutschen. Trotz Risikobereitschaft gelang es mir nicht, an den 200 km/h zu kratzen.

Dafür bewies mir kurze Zeit später eine Frau, wie man so einen Kurs "richtig" fährt. Als Beifahrer der 21-jährigen Schweizerin Natacha Gachnang heizte ich in einem feuer roten Audi R8 in etwa 90 Sekunden um die gut fünf Kilometer lange Strecke. Traumwandlerisch sicher beherrschte die Formel-2-Pilotin den Straßensportwagen und schaffte an der schnellsten Stelle locker 260 km/h. Die junge Fahrerin ist das Gesicht von Forza 3 und stand den Entwicklern von Turn 10 auch mit ihrem Fachwissen zur Seite. Frauen und Autos, passt das tatsächlich zusammen? Nachdem Helm und Sturmhaube abgenommen waren, stand uns die talentierte Pilotin im SFT-Interview Rede und Antwort.

SFT: Wie realistisch ist das neue Forza Motorsport 3 tatsächlich?

NATACHA GACHNANG: Für das Theorie-Training ist Forza 3 schon sehr nahe an der Realität dran. Man muss genauso hoch konzentriert sein wie auf der richtigen Strecke. Für mich ist das eine tolle mentale Vorbereitung auf die Rennen.

SFT: Hast du schon immer Videospiele gespielt?

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Forza Motorsport 3 [Quelle: siehe Bildergalerie]
SFT: Hast du schon immer Videospiele gespielt?

NATACHA: Ich hab früher ab und zu mal gespielt, aber seitdem ich mit Microsoft zusammenarbeite, spiele ich viel mehr und habe dabei tatsächlich positive Auswirkungen auf meine Karriere als Profi-Rennfahrerin feststellen können. Ich gehe einfach lockerer an die Kurse heran, weil ich die Strecken schon vorher durch das Spiel kennenlernen konnte.

SFT: Wie kam der Kontakt zwischen dir und Microsoft überhaupt zustande?

NATACHA: Sie waren auf der Suche nach einem Profi -Fahrer, um das Spiel noch realistischer zu machen. Ich bin zu den Entwicklern nach Seattle gefl ogen, um mit ihnen die Details noch zu perfektionieren. Manche Kleinigkeiten konnte einfach nur ich ihnen sagen. Zum Beispiel hatten sie auf der Strecke in Barcelona die Schilder vergessen, die den Abstand bis zur Kurve anzeigen, und man wird an bestimmten Stellen einfach noch mehr durchgeschüttelt als im Spiel. Und das haben sie dann auf das Spiel übertragen. Außerdem sollte ich ihnen sagen, ob sich die unterschiedlichen Motorengeräusche für mich genauso wie in Wirklichkeit anhörten und ob das Handling der Autos wie das der echten ist.

SFT: Auch wenn Spiele immer realistischer werden, was sind die größten Unterschiede zu einem richtigen Rennen?

NATACHA: Es sind die Kräfte, die auf dich wirken. Und du sitzt natürlich auf einem Sofa und nicht in einem Rennsitz zwischen deinen Reifen.

SFT: Welche realistischen Elemente fehlen dir im Videospiel am meisten?

Lesen Sie die Antwort auf der nächsten Seite >>>SFT: Welche realistischen Elemente fehlen dir im Videospiel am meisten?

NATACHA: Schwer zu sagen. Aber hier kann man zurückspulen, wenn man einen Fehler gemacht hat, was im echten Leben natürlich nicht geht. Außerdem kann man die Atmosphäre eines richtigen Rennwochenendes natürlich nicht übertragen. Und du hast nicht den Druck der Leute, die alle um dich herumstehen.

SFT: Was ist im Spiel dein Lieblingsauto?

NATACHA: Der Audi aus der DTM-Serie.

SFT: Du fährst momentan in der Formel 2, werden wir dich bald in der DTM sehen?

NATACHA: Das könnte sein!

SFT: Oder doch in der Formel 1 wie dein Cousin Sebastien Buemi?


NATACHA:
Das wäre natürlich noch besser. Aber es ist so schwer, dort reinzukommen, und so viele Dinge müssen zusammenpassen. Du musst Glück haben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Momentan hab ich sehr viel Spaß an meiner Arbeit als Profi -Rennfahrerin. Vielleicht wird's ja was mit der Formel 1 oder mit der DTM, wer weiß?


Das Renn-Gen scheint tatsächlich in der Familie zu liegen, denn im Anschluss schaute auch noch Natachas Cousin Sebastien Buemi auf eine Stippvisite vorbei. Der Schweizer hat bereits den Sprung in die Formel 1 geschafft und ist in dieser Saison Pilot für das Torro-Rosso-Team. Diese Gelegenheit nutzen wir natürlich dazu, ihn zu einem möglichen Comeback von Michael Schumacher zu befragen, worauf der 20-Jährige kess antwortete: "Ferrari ist zurzeit nicht so gut und wir sind ziemlich nah an ihnen dran. Es wäre toll, wenn wir sie etwas ärgern könnten, und absolut grandios, gegen Michael Schumacher zu fahren."


(Markus Erlwein, 24.09.2009 13:30 Uhr)


 
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