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Youtube: So umgehen Sie lästige Ländersperren

Im globalen Dorf werden Grenzen gezogen: Youtube verweigert deutschen Besuchern den Zugang. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Sperren passieren.

Du kommst hier nicht rein! Ländersperren nerven. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Kennen Sie das? Sie gabeln in einem Online-Forum einen Youtube-Link auf oder bekommen von einem Bekannten einen Clip-Tipp, doch statt des erhofften Sport-Ausschnitts oder der Pannen-Show zeigt das Filmportal lediglich den lapidaren Hinweis „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar.“ Eine der größten Unsitten im modernen Internet trägt den Namen Geoblocking und lässt Inhaltsanbieter bestimmen, in welchem Land man ihre Texte lesen, ihre Filme betrachten, ihre Musik hören darf – und wo nicht. Über Sinn und Unsinn dieser Technik lässt sich streiten. Fest steht: Geo­blocking nervt. Fest steht aber auch: Diese Sperren lassen sich mit relativ wenig Aufwand austricksen. Und wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Doch zunächst die Hintergründe: Jeder Internetanschluss lässt sich über die sogenannte IP-Adresse identifizieren, die einem bestimmten Zugangsanbieter und Land zugewiesen ist. Youtube weiß also, dass sich ein Benutzer mit der IP-Adresse 212.103.111.1 von Deutschland aus ins Netz einklinkt, und kann dessen Aufenthaltsort sogar auf den Münchener Raum eingrenzen. Nun hat das Internet zwar manche Grenzen überwunden, die Geschäftsmodelle vieler Rechteverwerter der Medienbranche und die begleitenden Gesetze fußen allerdings noch auf der Technik des vergangenen Jahrhunderts. In dieser Welt werden Kunden noch immer säuberlich nach Nationalität getrennt. Und es kann sein, dass beispielsweise Youtube zwar die Genehmigung eines solchen Lizenzgebers erhält, einen bestimmten Song in den USA abzuspielen, für Deutschland aber keine solche Erlaubnis vorliegt, weil hier ein anderer Rechteinhaber zuständig ist. Also werden Surfer hierzulande identifiziert und ausgesperrt. Nun kann aber ein deutscher Nutzer dem virtuellen Türsteher einen „gefälschten Ausweis“ unter die Nase halten, sprich ihm eine andere IP-Adresse vorgaukeln, die in den Vereinigten Staaten registriert ist, und darf damit passieren. Rechtlich stellt das übrigens, anders als das Hantieren mit nachgemachten Papieren, kein Problem dar.

Am einfachsten lässt sich dieser Trick über ein sogenanntes VPN bewerkstelligen, ein Virtual Private Network, also ein virtuelles privates Netzwerk. Das stellt Ihnen, um beim obigen Bild zu bleiben, den Ausweis zur Verfügung, mit dem Sie am Türsteher vorbeikommen. Etwas genauer gesagt, fungiert es als Mittelsmann zwischen Ihrem Computer und der gewünschten Video- oder Musik­seite. Da diese immer nur mit dem VPN kommuniziert, ermittelt sie also nicht Ihren Aufenthaltsort, sondern den Sitz des VPN-Anbieters. Sie surfen somit beispielsweise unter US-Flagge und dürfen amerikanische Videos sehen. Wie Sie so ein VPN einrichten, erklären wir auf der nächsten Seite.

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